Aletschgletscher: Eisstrom im UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch

Der Grosse Aletschgletscher ist der längste und flächenmässig grösste Gletscher der Alpen. Von den Firnfeldern der Jungfrau-Region fliesst das Eis über den Konkordiaplatz weit ins Wallis hinein. Dunkle Mittelmoränen, tiefe Spalten und vom Eis geschliffene Felsflanken machen dabei sichtbar, wie ein Gletscher entsteht, sich bewegt und über Jahrtausende eine Landschaft formt.

Zugleich gehört der Aletschgletscher zu den eindrücklichsten Schauplätzen des Klimawandels in der Schweiz. Seit dem letzten grossen Hochstand im 19. Jahrhundert hat er mehrere Kilometer an Länge verloren, seine Oberfläche sinkt und neue Flächen werden eisfrei. Als Herzstück des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch verbindet der Eisstrom Naturgeschichte, Forschung, Naturschutz und Tourismus auf engem Raum.

Aletschgletscher im Wallis: Der grösste Gletscher der Alpen

Der Grosse Aletschgletscher liegt an der Südseite der Berner Alpen. Sein Nährgebiet reicht bis in die hoch gelegene Jungfrau-Region, während das Schmelzwasser über die Massa zur Rhone gelangt. Im Schweizer Gletscherbulletin 2024 wurde für den Gletscher eine Fläche von rund 75,4 Quadratkilometern und eine Länge von rund 23,3 Kilometern angegeben. Damit bleibt er mit deutlichem Abstand eine der dominierenden Eislandschaften der Alpen.

Die Dimensionen lassen sich aus der Ferne nur schwer erfassen. Der Aletschgletscher beginnt nicht an einem einzelnen Punkt. Mehrere Firngebiete speisen das System. Dort bleibt Schnee über längere Zeit liegen, wird unter dem Gewicht weiterer Schneeschichten verdichtet und verwandelt sich zuerst in Firn und später in Gletschereis.

Zu den wichtigsten Zuflüssen gehören der Grosse Aletschfirn, der Jungfraufirn und das Ewigschneefeld. Gemeinsam mit dem kleineren Grüneggfirn treffen sie im Bereich des Konkordiaplatzes zusammen. Erst dort entsteht der mächtige gemeinsame Eisstrom, der als Grosser Aletschgletscher weiter talwärts fliesst.

Konkordiaplatz: Wo die Eisströme des Aletschgletschers zusammenfinden

Der Konkordiaplatz bildet einen der eindrücklichsten Bereiche des gesamten Gletschersystems. Mehrere Eisströme vereinigen sich auf einer Fläche von mehreren Quadratkilometern. Das Eis ist dort noch mehrere hundert Meter mächtig. Fachinformationen aus der Region nennen für diesen Bereich eine Eisdicke von ungefähr 800 Metern.

Der Name „Platz“ vermittelt dabei einen falschen Eindruck von Ruhe. Gletschereis ist ständig in Bewegung. Unter seinem eigenen Gewicht verformt es sich und fliesst langsam entlang des Gefälles. Am Konkordiaplatz kann sich das Eis mit einer Geschwindigkeit von bis zu rund 200 Metern pro Jahr bewegen.

Diese Bewegung verläuft innerhalb eines Gletschers nicht überall gleich schnell. Reibung am Untergrund und an den Seiten bremst das Eis, während andere Bereiche schneller fliessen. Spannungen innerhalb des Eiskörpers führen zu Rissen und Spalten.


Eine breite Spalte öffnet sich in der Eisoberfläche des Aletschgletschers. Solche Brüche entstehen durch unterschiedliche Bewegungen und Spannungen innerhalb des fliessenden Eises.

Mittelmoränen machen die Bewegung des Aletschgletschers sichtbar

Zu den auffälligsten Merkmalen des Aletschgletschers gehören seine dunklen Mittelmoränen. Von den Aussichtspunkten oberhalb des Eisstroms erscheinen sie wie lange Linien, die sich kilometerweit durch die helle Gletscheroberfläche ziehen.

Das Material stammt von den umliegenden Bergen. Steine und Felsschutt fallen auf die Seiten der einzelnen Gletscherströme und werden vom Eis mitgeführt. Vereinigen sich zwei Gletscher, treffen auch deren seitliche Moränen aufeinander. Aus ihnen entsteht ein Schuttband in der Mitte des neuen Eisstroms.

Die Moränen machen damit etwas sichtbar, was aus grosser Entfernung leicht übersehen wird: Der Gletscher ist ein Transportsystem. Er bewegt Eis und Gestein talwärts, schleift den Untergrund ab und verändert dabei fortlaufend das Gelände.

Wie der Aletschgletscher die Landschaft der Alpen geformt hat

Gletscher hinterlassen weit mehr als eine Eisrinne im Gebirge. Unter dem grossen Gewicht des Eises werden Felsflächen abgeschliffen, Täler erweitert und Gesteinsmaterial über weite Strecken verfrachtet. Nach dem Rückzug des Eises bleiben Moränenwälle, glatt geschliffener Fels und andere typische Geländeformen zurück.

Während der Eiszeiten war die Vergletscherung der Alpen wesentlich ausgedehnter als heute. Auch in den Jahrhunderten danach wechselten Phasen des Vorrückens und Rückzugs. Einen wichtigen jüngeren Hochstand erreichte der Grosse Aletschgletscher um die Mitte des 19. Jahrhunderts während der sogenannten Kleinen Eiszeit.

Die früheren Eisstände lassen sich teilweise noch im Gelände ablesen. Besonders deutlich werden sie dort, wo ältere Vegetation oberhalb ehemaliger Gletscherränder steht und jüngere Flächen darunter erst seit vergleichsweise kurzer Zeit eisfrei sind.

Aletschwald: Vom blanken Fels zurück zum Bergwald

Der Aletschwald oberhalb des Gletschers zeigt besonders anschaulich, was nach dem Rückzug des Eises geschieht. Das heutige Pro-Natura-Schutzgebiet bei der Riederalp wird von Arven, Lärchen und Fichten geprägt. Seit 1933 steht der Wald unter wirksamem Schutz.

Wo ein Gletscher den Boden freigibt, entsteht zunächst keine fertige Wiese oder Waldfläche. Moose und andere Pionierpflanzen gehören zu den ersten Besiedlern. Später entwickeln sich weitere Pflanzengesellschaften, Sträucher und schliesslich Bäume. Dieser Vorgang wird Sukzession genannt.

Im Aletschgebiet lassen sich unterschiedliche Entwicklungsstadien auf engem Raum beobachten. Junge Gletschervorfelder liegen neben länger eisfreien Flächen und altem Bergwald. Dadurch besitzt die Region einen besonderen Wert für die ökologische Forschung.


Nadelbäume rahmen den Blick auf den Grossen Aletschgletscher ein. Gerade am Rand des Eisstroms wird sichtbar, wie Wald und Pioniervegetation auf ehemals vergletscherten Flächen Fuss fassen.

Warum Jungfrau-Aletsch zum UNESCO-Welterbe gehört

Die Region Jungfrau-Aletsch wurde 2001 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. 2007 folgte eine Erweiterung. Heute umfasst das Welterbe eine Fläche von 82’400 Hektaren beziehungsweise 824 Quadratkilometern in den Kantonen Bern und Wallis.

Der Schutzstatus gilt nicht allein dem Aletschgletscher. Zum Gebiet gehören grosse Teile der stark vergletscherten Berner Alpen, markante Gipfel, Felslandschaften, Wälder und weitere alpine Lebensräume. Die UNESCO bewertet die Region als aussergewöhnliches Beispiel für die Entstehung der Hochalpen und für glaziale Prozesse.

Eine Besonderheit liegt im Nebeneinander sehr unterschiedlicher Lebensräume. Auf relativ kurzer Distanz reichen sie von trockenwarmen Walliser Hängen bis in die Welt aus Fels, Firn und Eis. Der Rückzug der Gletscher schafft zudem fortlaufend neue Flächen, auf denen sich ökologische Entwicklungsprozesse beobachten lassen.

Der Welterbestatus bedeutet deshalb nicht, eine Landschaft in einem bestimmten Zustand einzufrieren. Geschützt wird eine dynamische Hochgebirgsregion, deren natürliche Prozesse einen wesentlichen Teil ihres aussergewöhnlichen Werts bilden.

Jungfraujoch und Aletschgletscher: Blick in das Nährgebiet

Auf der Nordseite des Gebirgskamms eröffnet das Jungfraujoch eine andere Perspektive auf das Gletschersystem. Von dort fällt der Blick in das hoch gelegene Nährgebiet, aus dem ein Teil des späteren Grossen Aletschgletschers hervorgeht.

Das macht die Verbindung zwischen Berner Oberland und Wallis besonders anschaulich. Obwohl der Hauptstrom des Gletschers in Richtung Wallis fliesst, entsteht das System im vergletscherten Hochgebirge rund um Jungfrau, Mönch und weitere Gipfel.

Der belmedia-Beitrag über das Jungfraujoch zwischen Bahnpionierwerk, Fels und Eis vertieft diesen nördlichen Zugang zum UNESCO-Welterbe und zeigt, wie Technik und hochalpine Landschaft an diesem Ort zusammentreffen.

Aletschgletscher und Klimawandel: Der Eisverlust geht weiter

Der Grosse Aletschgletscher zieht sich seit seinem Hochstand im 19. Jahrhundert deutlich zurück. Die Veränderung betrifft nicht allein die Länge der Gletscherzunge. Auch Dicke, Fläche und gesamtes Eisvolumen nehmen ab.

Der Trend fügt sich in die Entwicklung der Schweizer Gletscher insgesamt ein. Im Messjahr 2024/2025 verloren sie nochmals rund drei Prozent ihres verbliebenen Eisvolumens. Seit 2015 ist ungefähr ein Viertel des damals vorhandenen Schweizer Gletschereises verschwunden.

Am Aletschgletscher sind die Folgen besonders gut sichtbar. Die Eisoberfläche liegt an vielen Stellen erheblich tiefer als früher. Wege und Zugänge müssen an neue Verhältnisse angepasst werden, und an freigelegten Hängen verändern sich Stabilität und Vegetation.

Ein grosser Gletscher reagiert zudem zeitverzögert auf klimatische Veränderungen. Die enorme Eismasse kann sich nicht innerhalb weniger Jahre an ein neues Temperatur- und Niederschlagsniveau anpassen. Der heute beobachtete Rückzug ist deshalb auch eine Reaktion auf klimatische Bedingungen vergangener Jahre und Jahrzehnte.

Schwindendes Eis verändert Wege und Hochtouren

Der Gletscherschwund betrifft den Alpinismus unmittelbar. Wo Eisflächen sinken, werden Zugänge zu Hütten höher, Felsbereiche kommen zum Vorschein und Übergänge verändern sich. Bergschründe und Spaltenzonen können andere Dimensionen annehmen als in früheren Jahren.

Zusätzlich beeinflusst Wärme den Permafrost in hoch gelegenen Felsregionen. Dadurch können einzelne Geländeabschnitte instabiler werden. Klassische Routen sind deshalb keine unveränderlichen Linien, die Jahr für Jahr unter denselben Bedingungen begangen werden können.

Der belmedia-Artikel „Schweiz: Hitze verändert Hochtouren – SAC empfiehlt sorgfältige Tourenplanung“ zeigt, weshalb aktuelle Verhältnisse im Hochgebirge heute besonders sorgfältig berücksichtigt werden müssen.

Das gilt am Aletschgletscher in besonderem Mass. Eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt und eine Tour auf dem Gletschereis sind zwei grundsätzlich verschiedene Unternehmungen. Auf dem Eis können Spalten durch Schnee verdeckt sein, während sich Routen durch die laufende Bewegung und Schmelze verändern.

Aletschgletscher erleben: Aussichtspunkte ohne Gletschertour

Für einen grossartigen Blick auf den Eisstrom muss der Gletscher nicht betreten werden. Besonders bekannt sind die Aussichtspunkte Hohfluh, Moosfluh, Bettmerhorn und Eggishorn auf der Walliser Seite.

Hohfluh und Moosfluh liegen oberhalb des grossen Bogens des unteren Gletschers. Vom Bettmerhorn lässt sich der Verlauf der Mittelmoränen gut erkennen. Das Eggishorn bietet aus knapp 2’900 Metern Höhe eine besonders weite Perspektive in Richtung Konkordiaplatz und zu den Gipfeln der Jungfrau-Region.

Die autofreien Orte Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp dienen als Ausgangspunkte. Sie werden mit Seilbahnen aus dem Rhonetal erschlossen. Das macht einen Gletscherblick auch ohne anspruchsvolle Hochtour möglich.

Trotz Bergbahnen bleibt die Umgebung alpines Gelände. Wetter, Sicht und Temperaturen können sich rasch ändern. Bei Wanderungen sind deshalb Schwierigkeitsgrad, Wegzustand und persönliche Erfahrung wichtiger als die reine Distanz auf der Karte.


Wanderer sind zwischen Fiescheralp und Riederalp unterwegs. Die Höhenwege verbinden verschiedene Aussichtspunkte über dem Gletscher, führen aber teilweise durch deutlich alpines Gelände.

Aletschwald besuchen: Im Schutzgebiet gelten besondere Regeln

Ein besonders vielfältiger Zugang zur Landschaft führt durch den Aletschwald. Das Schutzgebiet verbindet alten Bergwald, Moore, ehemalige Gletscherflächen und Aussichtspunkte auf den Eisstrom.

Im Schutzgebiet gelten klare Regeln. Die markierten Wege dürfen nicht verlassen werden, Hunde gehören an die Leine und Feuer ist verboten. Pflanzen dürfen nicht entfernt werden. Diese Bestimmungen dienen dem Schutz eines Gebiets, in dem empfindliche alpine Lebensräume direkt an stark besuchte Wanderwege grenzen.

Das Pro Natura Zentrum Aletsch in der Villa Cassel auf der Riederfurka vermittelt zusätzlich Wissen zu Gletschern, Klimawandel und Naturgeschichte. Öffnungszeiten und saisonale Angebote verändern sich und sollten deshalb vor einem Besuch aktuell kontrolliert werden.

Schmelzwasser des Aletschgletschers fliesst über die Massa zur Rhone

Das Wasser aus dem Aletschgebiet gelangt über die Massa ins Rhonetal. Unterhalb des Gletschers hat der Gebirgsfluss eine tiefe Schlucht geschaffen. Ein Teil des Wassers wird beim Stausee Gibidum für die Wasserkraftnutzung gefasst.

Damit reicht die Bedeutung des Gletschers über Landschaft und Tourismus hinaus. Gletscher speichern Wasser über lange Zeiträume und geben einen Teil davon während warmer Perioden wieder frei. Wenn die Eismasse über Jahrzehnte kleiner wird, verändert sich auch diese Speicherfunktion.

Das bedeutet allerdings nicht, dass der Abfluss einfach von Jahr zu Jahr kontinuierlich sinkt. Schneemenge, Niederschlag, Temperatur und Schmelzperiode beeinflussen die Wassermenge ebenfalls. Die langfristige Entwicklung muss deshalb im gesamten Einzugsgebiet betrachtet werden.


Der Stausee Gibidum liegt im Abflussgebiet des Grossen Aletschgletschers. Das Wasser der Massa wird hier für die Wasserkraftnutzung gefasst.

Der Aletschgletscher als Langzeitarchiv der Forschung

Der Grosse Aletschgletscher wird seit weit über einem Jahrhundert beobachtet. Längenänderungen werden seit dem 19. Jahrhundert dokumentiert, später kamen weitere Messverfahren hinzu. Dadurch existiert eine ungewöhnlich lange Reihe, mit der sich der Wandel des Gletschers nachvollziehen lässt.

Heute werden Messungen auf dem Eis mit Luftbildern, Satellitendaten, digitalen Höhenmodellen und weiteren Verfahren kombiniert. Damit lässt sich feststellen, ob der Gletscher an Länge verliert, wie stark seine Oberfläche absinkt und wie sich das Eisvolumen entwickelt.

Auch die Landschaft selbst bewahrt Informationen. Moränen markieren frühere Gletscherränder, historische Fotografien zeigen ehemalige Eisstände und junge Vegetationsflächen lassen erkennen, welche Bereiche erst vergleichsweise kurze Zeit eisfrei sind.

Gerade diese Verbindung von langfristigen Messreihen und deutlich sichtbaren Veränderungen macht den Aletschgletscher zu einem wichtigen Beobachtungsgebiet für die Glaziologie und Klimaforschung.



Das deutschsprachige Video „UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch“ des UNESCO-Welterbes Swiss Alps Jungfrau-Aletsch stellt die 824 Quadratkilometer grosse Welterberegion und ihre unterschiedlichen Landschaftsräume vor. Es ordnet den Aletschgletscher in die gesamte Hochgebirgslandschaft zwischen Bern und Wallis ein.


Wann sich ein Besuch am Aletschgletscher besonders lohnt

Die Aletschregion verändert ihren Charakter stark mit den Jahreszeiten. Im Sommer stehen Wandern und die eisfreie Erreichbarkeit vieler Aussichtspunkte im Vordergrund. Im Herbst bildet das verfärbte Bergland einen starken Kontrast zum Eis, während höhere Wege bereits wieder winterliche Verhältnisse aufweisen können.

Ein pauschaler bester Zeitpunkt lässt sich deshalb kaum festlegen. Entscheidend sind die gewünschte Aktivität und die aktuellen Bedingungen. Bergbahnen, Wanderwege und Einrichtungen arbeiten teilweise saisonal, während Schnee, Gewitter oder Unterhaltsarbeiten den Zugang kurzfristig beeinflussen können.

Besonders langlebig bleibt deshalb eine einfache Regel: Vor der Anreise gehören der aktuelle Betriebsstatus der Bergbahnen, die Wetterprognose und der Zustand der vorgesehenen Route zur Planung.

Der Aletschgletscher zeigt Vergangenheit und Zukunft der Alpen

Der Grosse Aletschgletscher ist weit mehr als eine spektakuläre Eisfläche im Wallis. Seine Firngebiete, Mittelmoränen, Spalten und Gletschervorfelder machen geologische und ökologische Prozesse unmittelbar sichtbar. Das UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch schützt eine Landschaft, in der sich Hochgebirgsbildung, Vergletscherung und die Entwicklung neuer Lebensräume auf engem Raum nachvollziehen lassen.

Gleichzeitig verändert sich diese Landschaft mit grosser Geschwindigkeit. Der Rückgang des Eises beeinflusst alpine Wege, Hänge, Gewässer und Lebensräume. Langjährige Messungen dokumentieren, wie tiefgreifend der Wandel inzwischen ist.

Von den Aussichtspunkten zwischen Riederalp und Eggishorn lässt sich beides gleichzeitig erkennen: die gewaltige landschaftsformende Kraft des Eises und seine zunehmende Verletzlichkeit in einem wärmer werdenden Klima. Gerade diese Verbindung macht den Aletschgletscher zu einem der bedeutendsten Naturräume der Schweizer Alpen.

 

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