Sierro vor Serie-A-Debüt: Schweizer erstmals im Parma-Kader

Vincent Sierro steht nur zwei Tage nach seinem Wechsel zu Parma erstmals im Aufgebot des Serie-A-Klubs. Trainer Carlos Cuesta nominierte den 30-jährigen Schweizer für das Heimspiel gegen Monza am Sonntagnachmittag. Damit könnte Sierro bereits um 15.00 Uhr im Stadio Ennio Tardini sein Debüt im italienischen Spitzenfussball feiern.

Parma bestätigte am Samstag das 25-köpfige Aufgebot für die dritte Meisterschaftsrunde. Sierro wird darin mit der Rückennummer 4 als Mittelfeldspieler geführt.

Neben ihm steht mit Sascha Britschgi ein zweiter Schweizer im Kader.

Sierro nur zwei Tage nach Transfer im Aufgebot

Der Wechsel des Schweizer Nationalspielers nach Italien war erst am Freitag offiziell geworden.

Sierro unterschrieb bei Parma einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027 und kehrte damit nach seinem Engagement bei Al-Shabab in Saudi-Arabien in den europäischen Fussball zurück.

Nun könnte es sehr schnell gehen.

Trainer Carlos Cuesta verzichtet beim Heimspiel gegen Monza nicht auf seinen Neuzugang und nahm Sierro direkt in das 25-köpfige Matchaufgebot auf.

Ob der Walliser bereits in der Startelf stehen wird, ist offen. Angesichts der kurzen Eingewöhnungszeit erscheint zunächst auch ein Einsatz von der Bank möglich.

Allein die Nomination zeigt jedoch, dass Parma den erfahrenen Mittelfeldspieler sofort als sportliche Option betrachtet.

Parma wartet noch auf die ersten Punkte

Für den italienischen Traditionsklub besitzt die Partie gegen Monza bereits früh in der Saison grosse Bedeutung.

Parma ist mit zwei Niederlagen in die Serie-A-Saison 2026/27 gestartet.

Zum Auftakt verlor das Team zuhause gegen Cagliari mit 0:1. Eine Woche später folgte bei Juventus eine 0:2-Niederlage.

Damit steht Parma nach zwei Runden noch ohne Punkt und sogar ohne eigenen Treffer da.

Gegen Monza soll nun vor heimischem Publikum die Wende gelingen.

Gerade im zentralen Mittelfeld könnte Sierros Erfahrung dabei schon bald gefragt sein.

Der Schweizer verfügt über internationale Erfahrung aus mehreren Ländern und kennt den Druck bei grossen Klubs.

Von Toulouse über Saudi-Arabien nach Parma

Sierro wurde beim FC Sion ausgebildet und spielte danach unter anderem für den SC Freiburg, den FC St. Gallen und die Young Boys.

Besonders erfolgreich verlief seine Zeit beim FC Toulouse.

In Frankreich entwickelte sich der zentrale Mittelfeldspieler zum Führungsspieler und trug zeitweise sogar die Captainbinde.

Mit Toulouse gewann Sierro 2023 den französischen Cup.

Seine Leistungen in der Ligue 1 brachten ihm schliesslich auch den Durchbruch in der Schweizer Nationalmannschaft.

Im März 2024 debütierte er im Alter von 28 Jahren für die A-Nati. Inzwischen kommt Sierro auf 15 Länderspiele.

Im vergangenen Jahr verliess er Europa und wechselte zu Al-Shabab nach Saudi-Arabien.

Nun folgt die Rückkehr auf die grosse europäische Bühne.

Mehr zum Transfer nach Italien gibt es im Beitrag Sierro-Coup: Schweizer unterschreibt bei Parma.

Zwei Schweizer im Parma-Aufgebot

Neben Sierro gehört auch Sascha Britschgi zum Kader für die Partie gegen Monza.

Der 19-jährige Luzerner Aussenverteidiger hat sich bereits in der ersten Mannschaft von Parma etabliert und steht auch in dieser Saison im Serie-A-Kader.

Damit besitzt das Duell aus Schweizer Sicht gleich doppelte Bedeutung.

Während Britschgi weiterhin um Einsatzminuten kämpft, beginnt für Sierro ein komplett neues Kapitel.

Der 30-Jährige kennt bereits die Super League, Bundesliga und Ligue 1. Die Serie A ist für ihn hingegen Neuland.

Ein Einsatz gegen Monza wäre entsprechend sein erstes Spiel in Italiens höchster Liga.

Debüt könnte bereits am Sonntag folgen

Anpfiff zwischen Parma und Monza ist am Sonntag um 15.00 Uhr im Stadio Ennio Tardini.

Für Parma geht es darum, nach dem Fehlstart die ersten Punkte der neuen Saison einzufahren.

Für Sierro könnte die Partie noch eine zusätzliche Bedeutung erhalten.

Nur rund 48 Stunden nach der offiziellen Bekanntgabe seines Transfers steht der Schweizer bereits vor seinem möglichen Debüt.

Sollte Carlos Cuesta ihn einsetzen, beginnt das italienische Abenteuer für Vincent Sierro deutlich schneller als zunächst erwartet.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert