Mehr als jeder zweite Schweizer Rastplatz hat einen Schnelllader – bis 2030 sollen alle folgen

Der kurze Halt auf dem Autobahn-Rastplatz wird für Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos zunehmend auch zur Ladepause. Laut Bundesamt für Strassen (ASTRA) verfügte im Mai 2026 mehr als die Hälfte der vorgesehenen 100 Rastplätze über eine Schnellladestation.

Bis 2027 sollen ungefähr drei Viertel dieser Rastplätze ausgerüstet sein. Das Ziel des Bundes: Bis 2030 sollen an allen 100 Standorten Schnellladestationen in Betrieb stehen. Vor der Fahrt lohnt sich dennoch ein Blick auf die verfügbaren Ladepunkte.

Rastplatz und Raststätte: Wo liegt der Unterschied?

Ein Rastplatz dient vor allem einer kurzen Erholungspause. Anders als eine Raststätte verfügt er grundsätzlich weder über ein Restaurant noch über eine herkömmliche Tankstelle. Schnellladestationen können aber an beiden Arten von Standorten vorhanden sein. Wer neben dem Laden eine warme Mahlzeit oder weitere Dienstleistungen einplant, sollte gezielt nach einer entsprechend ausgestatteten Raststätte suchen.

Der Rastplatz-Check

Sieben Punkte für eine entspannte Ladepause

Ein geeigneter Halt verbindet Ladeplanung mit einer echten Pause. Diese Punkte helfen, unterwegs den passenden Rastplatz zu finden und die Weiterfahrt gut vorzubereiten.

1. Standort: Nicht jeder Rastplatz hat bereits einen Schnelllader. Vor der Abfahrt einen passenden Halt und eine Alternative entlang der Route auswählen.

2. Verfügbarkeit: Kurz vor dem Halt prüfen, ob ein Ladepunkt frei und betriebsbereit ist.

3. Anschluss: Den Steckertyp und die Ladeleistung mit dem eigenen Fahrzeug abgleichen. Die Ausstattung kann sich je nach Standort unterscheiden.

4. Preis: Den Tarif vor dem Start des Ladevorgangs lesen. Die Betreiber legen ihre Preise selbst fest und müssen sie transparent ausweisen.

5. Bezahlung: Auf Rastplätzen ist eine Zahlung auch ohne vorgängig eröffnetes Nutzerkonto möglich, beispielsweise am Kartenterminal oder per Smartphone.

6. Verpflegung: Wer ein Restaurant oder eine herkömmliche Tankstelle braucht, sollte gezielt eine Raststätte ansteuern.

7. Erholung: Aussteigen, sich bewegen und bei Müdigkeit ausreichend Pause machen. Die Ladezeit bietet dafür eine gute Gelegenheit.

Weiterlesen im belmedia-Netzwerk: Warum Müdigkeit am Steuer gefährlich ist und wann eine Pause nötig wird, erklärt Polizei.news: Sekundenschlaf erkennen und verhindern ↗. Der Link öffnet sich in einem neuen Tab.

Freie Ladepunkte lassen sich online prüfen

Das ASTRA verweist für die Reiseplanung auf die öffentliche Karte «Ich tanke Strom». Sie zeigt Standorte und unter anderem die Verfügbarkeit von Ladestationen in Echtzeit an. Den Zugang zur Karte gibt es auf der Informationsseite des ASTRA zum Schnellladenetz.

Der Preis pro Kilowattstunde wird vom jeweiligen Betreiber festgelegt und muss transparent ausgewiesen werden. An Schnellladestationen auf Rastplätzen ist laut ASTRA auch eine Bezahlung ohne vorher eröffnetes Nutzerkonto möglich, etwa über ein Kartenterminal oder einen Bezahlvorgang per Smartphone.

Die Pause bleibt wichtig

Ob mit Elektroauto oder Verbrenner: Ein Rastplatz bietet Gelegenheit, die Fahrt zu unterbrechen und sich für die nächste Etappe zu erholen. Wer elektrisch unterwegs ist, kann diese Pause mit dem Laden verbinden. Weil noch nicht jeder Rastplatz einen Schnelllader hat, empfiehlt sich auf längeren Strecken eine kurze Planung vor der Abfahrt.

 

Quellen: Bundesamt für Strassen ASTRA: Schnellladenetz für Elektroautos; ASTRA: Häufig gestellte Fragen zur Elektromobilität. Stand der Ausbauzahlen: Mai 2026.
Titelbild: Symbolbild © Transport, Technologie – shutterstock.com