Goggias Saisonstart bleibt nach Doppelinfektion offen
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Sport Sport & Spiel sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Wintersport Ⳇ Verbreitung
Sofia Goggias Vorbereitung auf den Ski-Winter 2026/27 ist nach zwei Virusinfektionen erheblich gestört. Die Italienerin leidet noch immer unter den Folgen von Chikungunya und Parvovirus B19 und kann derzeit nicht abschätzen, wann sie wieder vollständig belastbar sein wird. Damit ist offen, ob die Speed-Spezialistin rechtzeitig für den Weltcup-Auftakt ihrer Disziplinen zurückkehrt.
Goggia hatte während des Trainingslagers in Ushuaia plötzlich ungewöhnlich starke Gelenkschmerzen und grosse Erschöpfung verspürt. Nach ihrer vorzeitigen Rückkehr nach Italien ergaben medizinische Untersuchungen zwei unterschiedliche Virusinfektionen. Die FISI bestätigte Ende September, dass die Kombination beider Infektionen zu einer starken körperlichen Schwächung geführt habe.
Nun hat Goggia selbst weitere Details genannt. Zunächst habe sie sich durch den Stich einer infizierten Mücke mit Chikungunya angesteckt, danach sei zusätzlich Parvovirus B19 festgestellt worden. Die akute Phase sei inzwischen überwunden, die Nachwirkungen seien jedoch weiterhin deutlich spürbar. Für die Schweizer Speed-Fahrerinnen ist die Entwicklung besonders mit Blick auf die Rennen in St. Moritz und die weitere Saison von Bedeutung.
Starke Schmerzen während des Trainingslagers
Goggia war im September nach Argentinien gereist, um sich wie in den vergangenen Jahren in Ushuaia auf den Winter vorzubereiten.
Zunächst verlief das Training nach ihren Angaben problemlos. Danach traten allerdings ungewöhnlich starke Gelenkschmerzen auf, die sich von den Beschwerden unterschieden, mit denen die 33-Jährige aufgrund ihrer langen Verletzungsgeschichte umzugehen gewohnt ist.
Die Italienerin brach das Trainingslager ab und kehrte nach Europa zurück.
Bei umfangreichen medizinischen Untersuchungen in Mailand wurde schliesslich festgestellt, dass zwei Virusinfektionen zusammen für ihren Zustand verantwortlich waren. Die FISI sprach von einer erheblichen körperlichen Schwächung.
Goggia wartet auf vollständige Erholung
Beim Festival dello Sport in Trient erklärte Goggia nun, dass die akute Krankheitsphase zwar vorbei sei, ihr Körper aber noch nicht wieder vollständig mitmache.
Sie berichtete von wechselnden Tagen. Teilweise fühle sie sich deutlich besser, an anderen Tagen sei die Erschöpfung weiterhin stark.
Einen konkreten Zeitpunkt für die vollständige Rückkehr ins normale Skitraining nannte sie deshalb nicht.
Die FISI hat gemeinsam mit der medizinischen Kommission des italienischen Verbandes einen individuellen Aufbauplan erstellt. Entscheidend bleibt, wie schnell Goggias Körper die Folgen der Infektionen vollständig verarbeitet.
Speed-Auftakt erst im Dezember
Zeitlich besitzt die Italienerin immerhin einen gewissen Puffer.
Der alpine Weltcup beginnt am 24. Oktober mit dem Riesenslalom in Sölden. Goggias wichtigste Disziplinen folgen jedoch deutlich später.
Der erste Frauen-Speedblock ist laut aktuellem FIS-Kalender vom 9. bis 13. Dezember in Beaver Creek vorgesehen. Dort stehen Abfahrts- und Super-G-Rennen auf dem Programm.
Bereits eine Woche später folgt ein für die Schweiz besonders interessantes Wochenende.
Vom 18. bis 20. Dezember gastiert der Frauen-Weltcup in St. Moritz. Dort sind zwei Super-G sowie ein Riesenslalom geplant.
Wichtige Konkurrentin für die Schweizerinnen
Eine rechtzeitige Rückkehr Goggias wäre auch für das Schweizer Team relevant.
Die Italienerin gewann in der vergangenen Saison die Super-G-Wertung mit 549 Punkten und gehörte damit erneut zu den stärksten Speed-Fahrerinnen der Welt.
Hinter ihr klassierten sich unter anderem mehrere Athletinnen, die auch 2026/27 zum erweiterten Favoritenkreis zählen. Aus Schweizer Sicht war Malorie Blanc als Siebte der Super-G-Wertung die bestklassierte Fahrerin, Corinne Suter belegte Rang elf.
Noch lässt sich nicht sagen, wann Goggia wieder Rennen bestreiten kann. Klar ist lediglich: Nach dem schwierigen September steht zunächst die vollständige gesundheitliche Erholung im Vordergrund.
- Gesundheit: Die akute Phase der beiden Virusinfektionen ist überwunden, Nachwirkungen bestehen weiterhin.
- Training: Ein genauer Termin für die vollständige Rückkehr ins normale Training wurde noch nicht genannt.
- Speed-Auftakt: Die ersten Frauen-Speedrennen sind vom 9. bis 13. Dezember in Beaver Creek geplant.
- Schweizer Termin: Vom 18. bis 20. Dezember folgen die Weltcuprennen in St. Moritz.
| Rang / Fahrerin | Nation | Punkte |
|---|---|---|
| 1. Sofia Goggia | ITA | 549 |
| 2. Alice Robinson | NZL | 386 |
| 3. Emma Aicher | GER | 354 |
| 4. Kajsa Vickhoff Lie | NOR | 289 |
| 5. Ester Ledecká | CZE | 284 |
| 6. Elena Curtoni | ITA | 266 |
| 7. Malorie Blanc | SUI | 262 |
| 8. Romane Miradoli | FRA | 260 |
| 9. Cornelia Hütter | AUT | 244 |
| 10. Kira Weidle-Winkelmann | GER | 229 |
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert