Schwinger wechseln aufs Fussballfeld: Berner entthronen die Nordostschweizer
von belmedia Redaktion Allgemein Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Schwingen soccer.ch Sport sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Berner Schwinger haben zum Saisonabschluss 2026 den Wanderpokal zurückerobert. Beim 35. Schwinger-Fussballturnier in Bavois (VD) setzte sich der Bernisch-Kantonale Schwingerverband (BKSV) durch. Nach vier Siegen in der Gruppenphase bezwangen die Berner im Final die Innerschweizer im Elfmeterschiessen und entthronten damit die Nordostschweizer.
Am Samstag, 10. Oktober 2026, tauschten die Schwinger das Sägemehl gegen den Fussballrasen. Mannschaften aller fünf Schweizer Teilverbände traten beim traditionellen Saisonabschluss gegeneinander an. Neben sportlichem Ehrgeiz standen auch die Kameradschaft und das Wiedersehen nach einer intensiven Schwingsaison im Mittelpunkt.
Der Final sorgte für besondere Spannung: Nach einem 1:1 zwischen Bern und der Innerschweiz fiel die Entscheidung erst im Elfmeterschiessen. Dort behielten die Berner die Oberhand und sicherten sich den Turniersieg.
Berner dominieren die Gruppenphase
Die Berner Mannschaft legte den Grundstein für ihren Erfolg bereits in der Vorrunde. In vier Begegnungen gegen die anderen Teilverbände feierte der BKSV vier Siege und beendete die Gruppenphase mit dem Punktemaximum von zwölf Zählern auf dem ersten Platz.
Dahinter folgten die Innerschweizer mit sieben Punkten. Sie mussten sich den Bernern geschlagen geben und trennten sich von den gastgebenden Südwestschweizern mit einem 2:2.
Nach insgesamt zehn Gruppenspielen standen die beiden Finalteilnehmer fest. Für die Berner bot sich damit die Gelegenheit, den Wanderpokal nach zwei Jahren Unterbruch zurückzuholen.
Final wird erst im Elfmeterschiessen entschieden
Im Endspiel trafen die Berner erneut auf die Innerschweizer. Anders als in der Gruppenphase entwickelte sich diesmal eine ausgeglichene Begegnung.
Die Innerschweizer hielten dagegen und erkämpften sich ein 1:1. Damit musste das Elfmeterschiessen über den Turniersieg entscheiden.
In dieser entscheidenden Phase wurde Luca Vögeli zu einer wichtigen Figur der Berner Mannschaft. Der BKSV behielt die Oberhand und durfte anschliessend den Wanderpokal entgegennehmen.
Die Übergabe erfolgte durch Romain Collaud. Für die Berner bedeutete der Erfolg die Rückkehr an die Spitze des traditionellen Schwinger-Fussballturniers.
Nordostschweizer verpassen die Titelverteidigung
Im Vorjahr hatten die Nordostschweizer beim Turnier in Mels triumphiert und den Bernern den Pokal abgenommen. In Bavois gelang ihnen die Titelverteidigung jedoch nicht.
Der Nordostschweizer Schwingerverband verlor seine ersten beiden Gruppenspiele und geriet dadurch früh ins Hintertreffen. Für den Final reichte es nicht mehr.
Im Spiel um Rang drei gegen die gastgebenden Südwestschweizer konnten sich die Nordostschweizer allerdings rehabilitieren. Nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit musste auch diese Begegnung im Elfmeterschiessen entschieden werden.
Dabei wurde Josias Müller zur entscheidenden Figur. Er war kurzfristig zum Torhüter umfunktioniert worden und half seiner Mannschaft, den dritten Schlussrang zu sichern.
Fünf Teilverbände kämpfen um den Wanderpokal
Das Turnier vereinte die fünf regionalen Teilverbände des Eidgenössischen Schwingerverbandes: Bern, Innerschweiz, Nordostschweiz, Südwestschweiz und Nordwestschweiz.
In der Gruppenphase spielte jede Mannschaft einmal gegen jede andere Auswahl. Die beiden bestplatzierten Teams qualifizierten sich für den Final, während die Mannschaften auf den Rängen drei und vier den letzten Podestplatz ausspielten.
Die Nordwestschweizer beendeten das Turnier auf dem fünften Platz. Der Modus sorgte dafür, dass sich sämtliche Mannschaften direkt miteinander messen konnten.
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Bekannte Schwinger in einer ungewohnten Rolle
Das traditionelle Turnier bietet den Athleten eine besondere sportliche Herausforderung. Normalerweise kämpfen die Schwinger im Sägemehl Mann gegen Mann. Auf dem Fussballplatz sind dagegen Teamarbeit, Laufwege und das Zusammenspiel mit den Mannschaftskollegen gefragt.
Für die diesjährige Austragung waren unter anderem bekannte Namen wie Romain Collaud, Marcel Bieri und Dominik Gasser angekündigt.
Die Teilnahme von Schwingern aus allen fünf Teilverbänden macht den Anlass zu einem besonderen Treffpunkt der Schweizer Schwingszene. Auf dem Rasen zählt nicht die Anzahl gewonnener Kränze, sondern die Leistung der gesamten Mannschaft.
Ein Saisonabschluss mit langer Tradition
Die Austragung in Bavois war bereits die 35. Ausgabe des Schwinger-Fussballturniers. Der Anlass hat sich als besondere Tradition zum Abschluss der Schwingsaison etabliert.
Während des Jahres stehen die Schwinger bei regionalen und überregionalen Festen unter Konkurrenzdruck. Beim Fussballturnier treten sie dagegen gemeinsam für ihren Teilverband an.
So treffen Kameradschaft und sportlicher Ehrgeiz aufeinander. Trotz des lockeren Rahmens wird um jeden Ball und jeden Sieg gekämpft.
Dass die Athleten den Wettbewerb ernst nehmen, zeigte sich auch diesmal: Sowohl der Final als auch das Spiel um den dritten Platz mussten im Elfmeterschiessen entschieden werden.
Der Wanderpokal geht zurück nach Bern
Vier Siege in der Gruppenphase, zwölf Punkte und ein erfolgreicher Final gegen die Innerschweizer bildeten die Grundlage für den Berner Turniersieg.
Die Innerschweizer sicherten sich den zweiten Rang, während die Nordostschweizer nach ihrem Vorjahreserfolg diesmal auf Platz drei landeten.
Bereits steht auch fest, wohin die Reise im kommenden Jahr führt: Das Schwinger-Fussballturnier 2027 soll in der Innerschweiz stattfinden.
Damit endet die diesjährige Ausgabe mit einem neuen Sieger und der Vorfreude auf die nächste Austragung.
Quellen: Schlussgang, sport.ch, Schwinger-Fussballturnier Bavois
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert