Leipzig gegen PSV: Nkunkus Gala macht Hoffnung
von belmedia Redaktion Allgemein Champions League Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
RB Leipzig empfängt am Dienstag, 13. Oktober 2026, um 21.00 Uhr PSV Eindhoven in der Champions League. Nach dem beeindruckenden 6:0 gegen Eintracht Frankfurt wollen die Sachsen ihren ersten europäischen Sieg der Saison feiern. Christopher Nkunku präsentierte sich mit drei Treffern in hervorragender Form. Doch Trainer Martín Demichelis erwartet gegen den niederländischen Meister eine deutlich schwierigere Aufgabe.
Leipzig verlor seinen Champions-League-Auftakt bei Como mit 1:4 und steht deshalb bereits unter Druck. PSV kam zum Start gegen Schachtar Donezk nicht über ein 1:1 hinaus. Für beide Mannschaften ist das direkte Duell in der Red Bull Arena eine wichtige Gelegenheit, ihre Ausgangslage in der Ligaphase zu verbessern.
Die Gastgeber können auf ihre jüngste Heimstärke bauen. Nach dem Kantersieg gegen Frankfurt stehen acht Bundesliga-Heimsiege hintereinander zu Buche. Eindhoven gewann zuletzt mit 2:0 gegen Heerenveen, offenbarte dabei aber noch Verbesserungspotenzial. Beide Trainer rechnen mit einer intensiven Partie zweier offensiv ausgerichteter Mannschaften.
Nkunku begeistert beim 6:0 gegen Frankfurt
Die Generalprobe für den Champions-League-Abend hätte kaum besser ausfallen können. Leipzig überrollte Eintracht Frankfurt am Samstag mit 6:0.
Ezechiel Banzuzi traf bereits in der ersten Minute. Christopher Nkunku erhöhte vier Minuten später und machte mit weiteren Treffern in der 41. und 44. Minute seinen Hattrick perfekt.
Nach der Pause erhöhten Antonio Nusa und Tidiam Gomis auf 6:0. Torhüter Maarten Vandevoordt trug mit wichtigen Paraden dazu bei, dass Leipzig ohne Gegentor blieb.
Besonders auffällig war das Tempo der Gastgeber. Die Mannschaft setzte Frankfurt früh unter Druck und nutzte ihre Torchancen konsequent.
Demichelis warnt vor Übermut
Trainer Martín Demichelis will den deutlichen Erfolg nicht überbewerten. PSV bringe andere Qualitäten mit und werde Leipzig deutlich stärker fordern.
Beide Mannschaften bevorzugen aktiven Fussball und versuchen, den Gegner bereits beim Spielaufbau unter Druck zu setzen.
Für Leipzig ist entscheidend, die Energie des Frankfurt-Spiels auf die europäische Bühne zu übertragen. Beim 1:4 gegen Como hatten die Sachsen besonders defensiv grosse Probleme offenbart.
Demichelis setzt deshalb auf eine kontrollierte Offensive und eine bessere Absicherung bei Ballverlusten.
Peter Bosz erwartet ein Spektakel
PSV-Trainer Peter Bosz kennt die Bundesliga bestens. Der Niederländer betreute früher Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen.
Mit Eindhoven gewann er zuletzt dreimal hintereinander die niederländische Meisterschaft. Seine Mannschaft zeichnet sich durch mutiges Angriffsspiel und intensive Pressingphasen aus.
Vor dem Auftritt in Leipzig sprach Bosz von einem möglichen Spektakel. Beide Teams wollten das Spiel bestimmen und dem Gegner ihre eigene Spielweise aufzwingen.
Der 2:0-Sieg gegen Heerenveen brachte Eindhoven zuletzt drei Punkte, überzeugte den Trainer spielerisch aber nicht vollständig.
Leipzigs Heimstärke als Trumpf
Die Red Bull Arena ist für Leipzig wieder zu einer wichtigen Festung geworden. Acht Bundesliga-Heimsiege hintereinander bedeuten einen neuen Vereinsrekord.
In den bisherigen drei Heimspielen dieser Bundesliga-Saison blieb Vandevoordt zudem ohne Gegentor.
Kapitän David Raum sieht darin eine wichtige Grundlage für die internationale Aufgabe. Leipzig will von Beginn an Druck machen und die Unterstützung des Publikums nutzen.
Eindhoven besitzt allerdings die Erfahrung, auch auswärts mit hohem Tempo zu spielen. Besonders Ivan Perišić und Ruben van Bommel können offensiv Akzente setzen.
PSV mit schwacher Bilanz in Deutschland
Die historische Bilanz spricht gegen Eindhoven. In den vergangenen 21 Europacup-Auswärtsspielen gegen Bundesligisten gelang PSV lediglich ein Sieg.
Zuletzt blieb der niederländische Meister zudem in sechs Begegnungen mit deutschen Mannschaften ohne Erfolg.
Leipzig und Eindhoven treffen erstmals in einem Pflichtspiel aufeinander. Für die Sachsen ist es zugleich die erste Europacup-Begegnung mit einem niederländischen Verein.
Beide Teams kennen die Stärken des anderen aus ihrer jeweiligen Spielphilosophie. Entscheidend dürfte sein, wer das gegnerische Pressing besser überwinden kann.
Real Madrid wartet bereits
Für Leipzig wird das Programm nach Eindhoven nicht einfacher. Bereits am 21. Oktober folgt das Auswärtsspiel bei Real Madrid, Anfang November kommt Manchester City in die Red Bull Arena.
Deshalb besitzt das Heimspiel gegen PSV zusätzliche Bedeutung. Leipzig braucht Punkte, bevor die europäischen Schwergewichte warten.
Nkunkus aktuelle Form macht Hoffnung. Dennoch wird die Mannschaft eine konzentrierte Leistung über 90 Minuten benötigen, um gegen Bosz und seine offensivstarken Niederländer zu bestehen.
Der historische Hattrick gegen Eintracht Frankfurt hat gezeigt, wie gefährlich Leipzigs Angriff sein kann. Gegen PSV muss die Mannschaft diese Effizienz mit einer stabileren Defensive verbinden.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert