Verdächtige Personen und fremde Autos: Polizei ruft Bevölkerung auf, die 117 zu wählen
von belmedia Redaktion ➔ praevention.ch ➔ sicherheit.ch Appenzell Appenzell Innerrhoden Diebstahl Einbrüche Kantonspolizei Organisationen polizei.news Polizeinews Prävention Regionen Sachbeschädigung Schweiz Verbrechen
(Appenzell AI). Einbruch in Sicht?
„Bei Verdacht Telefon 117“ „Gemeinsam gegen Einbruch“.
- Was: Schweizweite Kampagne zur Prävention von Einbruchdiebstählen.
- Wann: Start am Montag, 26. Oktober 2026.
- Wer: Schweizerische Kriminalprävention (SKP) sowie kantonale und städtische Polizeikorps.
- Ziel: Bevölkerung über Einbruchschutz informieren und zur sofortigen Meldung verdächtiger Beobachtungen ermutigen.
- Notruf: Bei Verdacht die Polizei unter 117 verständigen.
Die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) und die kantonalen und städtischen Polizeikorps führen seit gestern die nationale Einbruchschutzkampagne „Einbruch in Sicht?“ durch und setzen damit wiederum eine schweizweit koordinierte Sensibilisierung in allen Sprachregionen.
Ziel der Kampagne ist es, die Bevölkerung über wirksame Schutzmassnahmen gegen Einbruchdiebstähle zu informieren und sie zu ermutigen, verdächtige Beobachtungen sofort der Polizei zu melden.
Die zentralen Botschaften lauten: „Bei Verdacht Tel. 117“ und „Gemeinsam gegen Einbruch“.
Auf der Homepage der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP) finden Sie ausführliche Informationen, wie Sie sich vor Einbruch schützen können. Hier der Link: https://www.skppsc.ch/de/projekte/einbruch-in-sicht/
Quelle: Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden
Bildquelle: Symbolbild (Urheber nicht angegeben)
Einbruchschutz: Diese Fehler machen es Dieben unnötig leicht
Ein wirksamer Einbruchschutz beginnt lange vor dem Einbau einer Alarmanlage. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus sicheren Fenstern und Türen, aufmerksamem Verhalten und einer guten Nachbarschaft. Besonders wichtig: Wer verdächtige Beobachtungen macht, sollte wissen, wann die Polizei eingeschaltet werden muss.
1. Fenster und Türen: Die unterschätzten Schwachstellen
Ein geschlossenes Fenster ist nicht automatisch ein gesichertes Fenster. Besonders gekippte Fenster bieten Einbrechern eine günstige Gelegenheit. Auch Balkon- und Terrassentüren können Schwachstellen darstellen, wenn sie schlecht gesichert sind.
Die Schweizerische Kriminalprävention empfiehlt deshalb, bei jeder Abwesenheit sämtliche Fenster vollständig zu schliessen und Haus- sowie Wohnungstüren abzuschliessen. Das gilt auch dann, wenn man nur kurz einkaufen geht.
Praktischer Tipp: Prüfen Sie besonders Nebeneingänge, Kellertüren und schlecht einsehbare Zugänge. Mechanische Nachrüstungen können den Widerstand gegen gewaltsames Öffnen erhöhen. Lassen Sie sich dazu von einer polizeilichen Beratungsstelle informieren.
2. Einbrecher sollen nicht sofort erkennen, dass niemand zu Hause ist
Länger anhaltende Dunkelheit, überfüllte Briefkästen und offensichtlich unbewohnte Räume können auf eine Abwesenheit hindeuten. Wer längere Zeit nicht zu Hause ist, sollte möglichst vermeiden, dass dies für Fremde erkennbar wird.
Eine zeitgesteuerte Beleuchtung kann den Eindruck vermitteln, dass sich Menschen im Haus aufhalten. Noch wichtiger ist es, vertrauenswürdige Nachbarn einzubeziehen, die während längerer Abwesenheiten nach dem Rechten sehen.
Praktischer Tipp: Lassen Sie bei längeren Ferien den Briefkasten regelmässig leeren. Vermeiden Sie öffentlich zugängliche Hinweise auf Ihre Abwesenheit, beispielsweise durch Ferienankündigungen in sozialen Netzwerken.
3. Verdächtige Beobachtungen: Wann sollte man die 117 wählen?
Nicht jede unbekannte Person im Quartier ist verdächtig. Entscheidend sind ungewöhnliche Beobachtungen und das Verhalten der betreffenden Personen.
Die Schweizerische Kriminalprävention nennt unter anderem folgende mögliche Warnsignale:
- Unbekannte Personen, die auffällig im Quartier umherstreifen.
- Fremde Fahrzeuge, die wiederholt langsam und scheinbar suchend durch Wohngebiete fahren.
- Ungewöhnliche Geräusche wie splitterndes Holz oder klirrende Fensterscheiben.
Bei konkretem Verdacht sollte die Polizei umgehend über die Notrufnummer 117 verständigt werden. Die Einschätzung und Überprüfung der Situation ist Aufgabe der Polizei.
Wichtig: Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr. Versuchen Sie nicht, mutmassliche Einbrecher festzuhalten oder zu verfolgen. Beobachten Sie die Situation nach Möglichkeit aus sicherer Entfernung und geben Sie der Polizei sachliche Informationen weiter.
Gut zu wissen: Einbruchschutz ist mehr als eine Alarmanlage
Eine Alarmanlage kann einen Einbruch melden. Sie verhindert jedoch nicht automatisch, dass eine Tür oder ein Fenster gewaltsam geöffnet wird.
Darum ist mechanischer Schutz besonders wichtig. Einbruchhemmende Türen, geeignete Beschläge und gesicherte Fenster erschweren das Eindringen.
Ein guter erster Schritt: Prüfen Sie gemeinsam mit einer Fachperson die Schwachstellen Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung, bevor Sie Geld in einzelne Sicherheitsprodukte investieren.
Weitere Informationen und praktische Tipps rund um Einbrüche und Einbruchschutz finden Sie im Blaulicht-Netzwerk, zum Beispiel hier: Einbruchschutz im Herbst: So schützen Sie Ihr Zuhause.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion