Helikopter stürzt bei Höhenlandung auf Gletscher ab – Pilot (54) ins Spital geflogen

(Linthal GL). Am Dienstag, 27. Oktober 2026, ist gegen 09.30 Uhr auf dem Spitzalpelifirn bei Linthal (Gemeinde Glarus Süd) ein Helikopter im Gebiet des Gebirgslandeplatzes Clariden-Hüfifirn abgestürzt.

Der Pilot wurde dabei verletzt.

Polizei.news | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick

  • Unfallort: Spitzalpelifirn bei Linthal, Gemeinde Glarus Süd.
  • Zeitpunkt: Dienstag, 27. Oktober 2026, gegen 09.30 Uhr.
  • Luftfahrzeug: Helikopter des Typs Robinson R44.
  • Flugmanöver: Höhenlandungen auf dem Gletscher.
  • Pilot: 54 Jahre alt, beim Absturz verletzt.
  • Rettung: Medizinische Versorgung und Spitaltransport durch die Rega.
  • Schaden: Helikopter schwer beschädigt.
  • Bergung: Das Wrack wurde bereits durch ein lokales Helikopterunternehmen geborgen.
  • Unfallursache: Noch ungeklärt.
  • Ermittlungen: Bundesanwaltschaft, Kantonspolizei Glarus und Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST).

Weitere Personen waren nicht beteiligt.

Robinson R44 stürzt bei Höhenlandungen auf Gletscher ab

Der 54-jährige Pilot führte auf dem Gletscher Höhenlandungen mit einem Helikopter des Typs Robinson R44 durch. Aus noch ungeklärten Gründen stürzte dieser ab und schlug auf dem Boden auf.

Rega fliegt verletzten Piloten ins Spital

Eine Rega-Crew versorgte den Piloten vor Ort medizinisch und flog ihn in ein Spital. Der Helikopter wurde schwer beschädigt. Für Drittpersonen bestand keine Gefahr. Der Helikopter wurde in Zusammenarbeit mit den Untersuchungsbehörden durch ein lokales Helikopterunternehmen bereits geborgen.

Bundesanwaltschaft und SUST untersuchen den Absturz

Die Kantonspolizei Glarus hat unter der Leitung der für Flugunfälle zuständigen Bundesanwaltschaft (BA) die strafrechtlichen Ermittlungen aufgenommen. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) hat eine Voruntersuchung aufgenommen.

Polizei, Rega und Feuerwehren im Einsatz

Im Einsatz standen die Kantonspolizei Glarus, ein fliegender Einsatzleiter der Kantonspolizei Graubünden, die Rega, die SUST, die Alpine Rettung Schweiz sowie die Feuerwehren Altdorf und Unterschächen (UR).

 

Quelle: Kantonspolizei Glarus
Bildquelle: Kantonspolizei Glarus


Polizei.news informiert | Flugunfälle und alpine Rettung

Helikopterunfall im Gebirge: So helfen Augenzeugen den Rettungskräften

In abgelegenen Bergregionen können Gelände, Wetter und fehlende Zufahrtswege die Rettung erschweren. Wer einen Flugunfall beobachtet, kann durch eine präzise Alarmierung und das richtige Verhalten vor Ort wichtige Hilfe leisten. Dabei hat die eigene Sicherheit immer Vorrang.

1. Sofort alarmieren und den Standort genau angeben

Bei einem Flugunfall im Gebirge kann die Rega unter der Nummer 1414 alarmiert werden. Nennen Sie möglichst genaue Standortangaben, etwa GPS-Koordinaten, den Flurnamen oder markante Geländepunkte. Beschreiben Sie, was passiert ist, wie viele Personen betroffen sind und ob sichtbare Gefahren bestehen. Auch Informationen zu Wetter und Sichtverhältnissen helfen den Rettungskräften bei der Einsatzplanung.

2. Abstand halten und keine Trümmer berühren

Nach einem Flugunfall können beschädigte Bauteile, auslaufender Treibstoff oder instabiles Gelände zusätzliche Risiken darstellen. Nähern Sie sich einem Wrack nur, wenn dies gefahrlos möglich ist und unmittelbare Hilfe erforderlich ist. Berühren oder verschieben Sie keine Trümmerteile ohne Not. Unfallstellen können wichtige Spuren enthalten, die für die spätere Sicherheitsuntersuchung benötigt werden.

3. Rettungshelikoptern Platz lassen

Halten Sie mögliche Landeplätze von Personen und losen Gegenständen frei. Beachten Sie insbesondere Hindernisse wie Seile, Leitungen und aufgewirbelte Gegenstände. Nähern Sie sich einem Rettungshelikopter niemals eigenmächtig. Folgen Sie den Anweisungen der Crew und warten Sie mit einer Annäherung, bis diese ausdrücklich erlaubt wird.

Gut zu wissen: Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) untersucht Unfälle und schwere Zwischenfälle in der Zivilluftfahrt mit dem Ziel, künftige Ereignisse zu verhindern. Eine Sicherheitsuntersuchung dient der Unfallprävention und ist von einem strafrechtlichen Verfahren zu unterscheiden.

Warum eine genaue Ortsangabe entscheidend ist: Auf Gletschern und in hochalpinem Gelände gibt es oft keine Strassenadressen. Koordinaten und markante Geländebezeichnungen können deshalb helfen, den Unfallort rascher zu lokalisieren. Die Rega-App ermöglicht bei einer Alarmierung die Übermittlung des Standorts.

Praktischer Tipp: Speichern Sie vor Bergtouren die Notrufnummer 1414 und prüfen Sie, ob die Standortfreigabe auf Ihrem Smartphone funktioniert. Informieren Sie sich vor der Tour über Empfangsverhältnisse und nehmen Sie ausreichend Energie für Ihr Mobiltelefon mit.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion