Schweizer Schützen feiern Doppel-Gold an der WM in Doha
von belmedia Redaktion Afrika Allgemein Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Gewehrschützen sorgen an der Weltmeisterschaft in Doha für einen aussergewöhnlichen Erfolg. Am Freitag, 6. November 2026, gewinnen sowohl die Frauen als auch die Männer die Teamwertung im 50-Meter-Liegendmatch. Chiara Leone, Emely Jäggi und Vivien Jäggi holen mit 1871,0 Punkten Gold. Wenig später triumphieren Christoph Dürr, Fabio Wyrsch und Jan Lochbihler mit herausragenden 1881,1 Punkten.
Besonders eindrücklich fällt der Sieg des Männertrios aus. Mit ihrem Gesamtergebnis bleiben die drei Schweizer lediglich 0,2 Punkte unter dem bestehenden Teamweltrekord von 1881,3 Punkten. Christoph Dürr erzielt in seiner Eliminationsgruppe 632,1 Punkte und liegt damit deutlich vor der internationalen Konkurrenz. Fabio Wyrsch trägt 626,4 Punkte zum Schweizer Erfolg bei.
Auch bei den Frauen überzeugt das gesamte Team. Olympiasiegerin Chiara Leone erreicht 626,4 Punkte, Vivien Jäggi steuert 622,6 Punkte und ihre Schwester Emely weitere 622,0 Punkte bei. Gemeinsam setzen sie sich vor Norwegen und Dänemark durch. Für die Schweiz ist es ein bemerkenswerter Tag an der Gewehr- und Pistolen-WM, die noch bis zum 14. November dauert.
Chiara Leone führt die Schweizerinnen zu Gold
Die erste Schweizer Goldmedaille des Tages fällt im Teamwettbewerb der Frauen.
Die Entscheidung wird anhand der Resultate aus der Elimination für den Einzelwettkampf ermittelt. Dabei zählen die Ergebnisse aller drei Schweizer Athletinnen.
Chiara Leone erzielt mit 626,4 Punkten das beste Resultat des Trios.
Die Olympiasiegerin von Paris 2024 erreicht in der ersten und vierten Serie jeweils 105,0 Punkte. In ihrer Eliminationsgruppe belegt die Aargauerin den vierten Rang.
Ihre Leistung bildet eine wichtige Grundlage für den Mannschaftserfolg.
Die Jäggi-Schwestern machen den Unterschied
Auch Emely und Vivien Jäggi zeigen in Doha ihre Klasse.
Vivien beendet ihre sechs Serien mit insgesamt 622,6 Punkten. Besonders die letzte Serie gelingt ihr mit 105,2 Punkten hervorragend.
Emely erreicht 622,0 Punkte und sorgt damit für das entscheidende Gesamtergebnis von 1871,0 Punkten.
Norwegen folgt mit 1868,6 Punkten auf dem zweiten Platz. Dänemark gewinnt mit 1867,7 Punkten Bronze.
Der Vorsprung der Schweizerinnen auf die Norwegerinnen beträgt 2,4 Punkte.
Christoph Dürr mit einer Weltklasseleistung
Wenig später gelingt auch den Schweizer Männern der Sprung auf den höchsten Podestplatz.
Christoph Dürr setzt dabei ein sportliches Ausrufezeichen.
In der Elimination erzielt er 632,1 Punkte und gewinnt seine Gruppe mit deutlichem Vorsprung.
Seine stärkste Serie bringt ihm 107,3 Punkte ein. Auch mit 106,1 Punkten im abschliessenden Durchgang überzeugt er.
Der zweitplatzierte Tscheche Petr Nymbursky erreicht 627,2 Punkte und bleibt damit 4,9 Zähler hinter Dürr.
Nur zwei Zehntel fehlen zum Weltrekord
Fabio Wyrsch erzielt in derselben Eliminationsgruppe 626,4 Punkte und belegt hinter Dürr und Nymbursky den dritten Rang.
Jan Lochbihler komplettiert das Schweizer Trio mit 622,6 Punkten.
Zusammen erreichen die drei Schützen 1881,1 Punkte.
Damit übertreffen sie zugleich den bisherigen Europarekord von 1880,5 Punkten, den dasselbe Schweizer Trio im November 2025 an der WM in Kairo aufgestellt hatte.
Zur Weltrekordmarke von 1881,3 Punkten, die China ebenfalls 2025 in Kairo erzielte, fehlen lediglich zwei Zehntelpunkte.
Die Schweiz baut auf eine starke Gewehrgeneration
Der Doppelerfolg ist auch das Ergebnis einer über längere Zeit erfolgreichen Schweizer Nachwuchs- und Elitearbeit.
Leone gehört seit ihrem Olympiasieg zu den bekanntesten Schweizer Schützinnen.
Die Jäggi-Schwestern haben sich ebenfalls in der internationalen Spitze etabliert und waren bereits vor der WM in Doha in den vorderen Positionen der Weltrangliste klassiert.
Bei den Männern gehören Dürr, Wyrsch und Lochbihler seit mehreren Jahren zum Schweizer Nationalkader.
Alle drei sind auch im Dreistellungsmatch über 50 Meter international aktiv.
Am Samstag warten die Einzelentscheidungen
Die Teammedaillen werden im Liegendmatch bereits anhand der Eliminationsresultate vergeben.
Für die Schweizer Athletinnen und Athleten ist der Wettbewerb damit noch nicht beendet.
Am Samstag, 7. November, stehen die Einzelentscheidungen auf dem Programm.
Vor allem Dürr hat mit seinem herausragenden Resultat gezeigt, dass er auch dort zu den Medaillenkandidaten gehört.
Bei den Frauen darf sich Leone nach ihrem starken Auftritt ebenfalls Hoffnungen machen.
Die Weltmeisterschaft in Doha läuft noch bis zum 14. November. Für die Schweizer Delegation stehen weitere wichtige Wettkämpfe an.
Während auch Schweizer Eishockeyspielerinnen an ihrer Weltmeisterschaft im Einsatz stehen, feiern die Gewehrschützen bereits zwei Titel an einem einzigen Wettkampftag.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert