Rüdiger beendet DFB-Karriere – nach 86 Länderspielen ist Schluss
von belmedia Redaktion Europa Fussball La Liga Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Schweiz soccer.ch Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Antonio Rüdiger wird nicht mehr für die deutsche Fussball-Nationalmannschaft auflaufen. Der 33-jährige Innenverteidiger von Real Madrid hat nach zwölf Jahren im DFB-Trikot seinen Rücktritt erklärt. Nach 86 Länderspielen, drei Weltmeisterschaften und zwei Europameisterschaften macht Rüdiger den Weg für eine jüngere Generation frei.
Die Entscheidung fällt gut zwei Monate nach dem enttäuschenden Abschneiden Deutschlands bei der Weltmeisterschaft 2026. Rüdiger hatte sich zunächst Zeit genommen, über seine Zukunft im Nationalteam nachzudenken.
Nun steht fest: Beim bevorstehenden Neustart unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp wird einer der erfahrensten deutschen Verteidiger nicht mehr dabei sein.
86 Länderspiele seit 2014
Rüdiger debütierte im Mai 2014 beim 0:0 gegen Polen für die deutsche A-Nationalmannschaft. In den folgenden zwölf Jahren kam der Innenverteidiger auf insgesamt 86 Länderspiele und erzielte dabei drei Tore.
Er nahm mit Deutschland an den Weltmeisterschaften 2018, 2022 und 2026 sowie an den Europameisterschaften 2021 und 2024 teil.
Einen Titel konnte Rüdiger im DFB-Trikot ebenfalls feiern. 2017 gehörte er zur deutschen Mannschaft, die beim Confederations Cup in Russland triumphierte.
Bei den grossen Welt- und Europameisterschaften blieb der erhoffte Erfolg in seiner Generation dagegen aus. Insbesondere die frühen WM-Aus bei mehreren Turnieren prägten die vergangenen Jahre der deutschen Nationalmannschaft.
«Zeit für die junge Generation»
In seiner Abschiedserklärung bezeichnete Rüdiger seine Zeit im Nationaltrikot als ein besonderes Kapitel seines Lebens. Gleichzeitig machte er deutlich, weshalb er sich gerade jetzt für den Rücktritt entschieden hat.
Nach längerer Überlegung sei für ihn der Zeitpunkt gekommen, seine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden und Platz für die nächste Generation zu schaffen.
Rüdiger bedankte sich unter anderem bei seinen ehemaligen Bundestrainern Joachim Löw, Hansi Flick und Julian Nagelsmann. Auch Horst Hrubesch, der ihn bereits im deutschen Nachwuchsbereich begleitet hatte, erwähnte der Verteidiger ausdrücklich.
Besonders in Erinnerung bleiben ihm nach eigenen Angaben zudem die Fans und die Stimmung während der Heim-Europameisterschaft 2024.
Deutschland startet ohne Rüdiger in neue Ära
Sein Abschied fällt mitten in einen grossen Umbruch beim DFB. Nach der Weltmeisterschaft beginnt Deutschland unter Jürgen Klopp einen neuen Abschnitt. Der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund und Liverpool soll die Nationalmannschaft wieder an die internationale Spitze führen.
Klopp wird seinen ersten Kader im September bekanntgeben. Das erste Länderspiel unter seiner Leitung ist für den 24. September gegen die Niederlande in Amsterdam vorgesehen.
Rüdiger wird dabei bereits fehlen. Der Abwehrspieler richtet seinen Fokus künftig vollständig auf seine Vereinskarriere bei Real Madrid. Auch in Spanien ist die Saison 2026/27 bereits angelaufen und Real Madrid gehört erneut zu den grossen Titelanwärtern.
Für die deutsche Nationalmannschaft endet damit eine zwölfjährige Ära. Rüdiger gehörte über viele Jahre zu den auffälligsten, emotionalsten und international erfahrensten Spielern der DFB-Auswahl. Sein 86. Länderspiel war zugleich sein letztes.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-Bild