Schweizer U21 blamiert sich in Island – 1:5-Klatsche für Frei-Elf
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch Nachwuchs News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer U21-Nationalmannschaft hat im Kampf um die EM-Teilnahme einen schweren Rückschlag erlitten. Das Team von Nationaltrainer Alex Frei verlor das wichtige Qualifikationsspiel auswärts gegen Island mit 1:5. Nach dem überzeugenden 5:0 gegen Luxemburg folgt damit nur vier Tage später ein kompletter Absturz.
Die Ausgangslage vor der Partie war klar: Die Schweiz wollte mit einem Sieg in Reykjavik ihre gute Position in der Gruppe C festigen und sich vor dem abschliessenden Duell mit Frankreich eine optimale Ausgangslage verschaffen. Stattdessen entwickelte sich die Partie zu einem bitteren Abend. Island bestrafte die Schweizer Fehler konsequent und fügte der Frei-Elf die mit Abstand höchste Niederlage der laufenden Qualifikation zu.
Besonders schwer wiegt der Einbruch, weil die Schweiz zuletzt aufsteigende Tendenz gezeigt hatte. Unter Frei waren zuvor drei Siege in Serie gelungen, darunter das klare 5:0 gegen Luxemburg. Bereits vor dem entscheidenden Qualifikationsblock hatte die Schweizer U21 vor drei wegweisenden Spielen gestanden. Nach der Pleite in Island hat sich die Situation nun deutlich verschärft.
Island zerlegt die Schweizer Defensive
Die Schweizer wollten in Reykjavik eigentlich an die Leistung gegen Luxemburg anknüpfen. Dort hatten Liam Chipperfield, Alessandro Vogt und Labinot Bajrami noch für einen ungefährdeten 5:0-Erfolg gesorgt.
Gegen Island präsentierte sich die Mannschaft jedoch völlig anders. Defensiv fehlte die Stabilität, in den entscheidenden Situationen war Island aggressiver und effizienter. Die Gastgeber nutzten ihre Möglichkeiten konsequent und setzten die Schweizer Hintermannschaft immer wieder unter Druck.
Für eine Mannschaft, die vor der Partie noch vom direkten Weg an die U21-EM träumen durfte, ist das 1:5 ein schwerer Rückschlag. Gleichzeitig zeigt das Resultat, wie eng die Kräfteverhältnisse in dieser Qualifikationsgruppe sind.
Vom 5:0-Sieg direkt in die nächste Blamage
Besonders bitter ist der Zeitpunkt der Niederlage. Noch am Freitag hatte die Schweiz Luxemburg mit 5:0 deklassiert und damit Revanche für die überraschende 1:2-Niederlage aus dem November 2025 genommen.
Damals hatte Frei nach seinem Amtsantritt eine klare Reaktion seiner Mannschaft gesehen. Die Schweiz blieb dadurch im Rennen um den Gruppensieg und durfte sogar wieder von der direkten Qualifikation träumen.
Nur wenige Tage später ist von dieser Euphorie kaum noch etwas übrig. Das 1:5 gegen Island reiht sich in eine Qualifikation ein, in der die Schweizer bereits mehrfach gegen vermeintlich schwächere Gegner grosse Probleme hatten.
Frankreich wartet zum Abschluss
Zeit zur Aufarbeitung bleibt kaum. Bereits am 6. Oktober steht das letzte Gruppenspiel gegen Frankreich auf dem Programm. Die Partie findet in Orléans statt und dürfte für die Schweizer entscheidend dafür sein, welchen Weg sie in Richtung EM 2027 nehmen können.
Der Modus sieht vor, dass sich die neun Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite direkt für die Endrunde in Albanien und Serbien qualifizieren. Die übrigen Gruppenzweiten müssen in die Playoffs.
Nach dem Debakel in Island ist deshalb nicht nur die Reaktion der Mannschaft gefragt. Auch Frei muss Lösungen finden, um die defensive Stabilität innerhalb weniger Tage wiederherzustellen.
Frei erstmals richtig unter Druck
Für Alex Frei ist die Niederlage der erste massive Rückschlag seit seiner Übernahme der U21. Seine ersten drei Partien hatte die Schweiz gewonnen. Gegen die Färöer gab es ein 1:0, gegen Estland ein 2:1 und zuletzt das 5:0 gegen Luxemburg.
In Island endete diese Serie abrupt. Gerade die Höhe der Niederlage dürfte intern Fragen aufwerfen. Für die Schweizer Nachwuchsauswahl geht es nun darum, das Resultat schnell einzuordnen und im letzten Qualifikationsspiel eine Reaktion zu zeigen.
- Die Schweiz bestreitet ihr letztes Gruppenspiel am 6. Oktober auswärts gegen Frankreich.
- Die neun Gruppensieger und der beste Gruppenzweite qualifizieren sich direkt für die U21-EM 2027.
- Die übrigen acht Gruppenzweiten müssen den Weg über die Playoffs nehmen.
- Vor der Island-Partie hatte die Schweiz drei Spiele in Serie unter Alex Frei gewonnen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert