Lugano fordert Davos – HCD kämpft gegen die Negativserie

Der HC Lugano empfängt am Freitag, 16. Oktober 2026, den HC Davos zu einem wichtigen Duell in der National League. Spielbeginn in der Cornèr Arena ist um 19.45 Uhr. Die Tessiner wollen ihren Aufwärtstrend fortsetzen, während die Bündner nach fünf Pflichtspielniederlagen hintereinander dringend ein Erfolgserlebnis benötigen. Besonders im Fokus stehen Luganos Topskorer Jere Innala und die angespannte Personalsituation beim HCD.

Lugano gewann zuletzt auswärts gegen Biel mit 3:2 und holte damit den zweiten Sieg aus den vergangenen drei Meisterschaftsspielen. Davos verlor dagegen gegen Kloten mit 1:4 und bei Genève-Servette mit 2:3. Am Mittwoch folgte in der Champions Hockey League eine 0:2-Heimniederlage gegen Bílí Tygři Liberec. Trotz dieses Rückschlags qualifizierten sich die Bündner für die Achtelfinals.

In der National League liegen beide Mannschaften nahe beieinander. Lugano belegt mit 15 Punkten aus zehn Spielen Rang sieben, Davos steht mit 13 Zählern aus elf Begegnungen auf dem elften Platz. Für zusätzliche Spannung sorgt das Wiedersehen mit Torhüter Robert Mayer, der nach dem jüngsten Tauschgeschäft mit Genève-Servette neu das Lugano-Trikot trägt.

SPORTAKTUELL.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Partie: HC Lugano – HC Davos.
Termin: Freitag, 16. Oktober, 19.45 Uhr.
Spielort: Cornèr Arena, Lugano.
Form: Lugano zuletzt 3:2 gegen Biel; Davos mit fünf Pflichtspielniederlagen in Folge.
Personal: Simon Ryfors fehlt Davos langfristig.
Was das bedeutet
Lugano kann seinen Vorsprung auf die Bündner ausbauen. Davos benötigt Punkte, um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld nicht zu verlieren. Bereits am Samstag wartet auf beide Mannschaften die nächste schwierige Aufgabe.

Lugano will den nächsten Heimsieg

Der HC Lugano hat sich nach einem wechselhaften Saisonstart stabilisiert. Die Mannschaft gewann zuletzt beim EHC Biel-Bienne mit 3:2 und zeigte dabei eine konzentrierte Leistung.

Zuvor hatten die Tessiner Lausanne auswärts mit 5:2 besiegt. Gegen die weiterhin ungeschlagenen ZSC Lions mussten sie sich dazwischen erst in der Verlängerung mit 2:3 geschlagen geben.

Trainer und Mannschaft wollen diese Leistungen nun auch gegen Davos bestätigen.

Besonders wichtig wird die Chancenverwertung. Lugano hat in zehn Meisterschaftsspielen bereits 36 Treffer erzielt und gehört damit zu den offensiv gefährlichen Mannschaften der Liga.

Innala und Thürkauf als Schlüsselspieler

Im Angriff verfügen die Bianconeri über zwei besonders produktive Stürmer.

Jere Innala führt die interne Skorerliste mit sieben Toren und vier Assists an. Der Finne überzeugt mit seinem Abschluss und seiner Geschwindigkeit.

Auch Captain Calvin Thürkauf kommt auf elf Skorerpunkte. Der Schweizer Nationalspieler hat bislang fünf Treffer erzielt und sechs weitere vorbereitet.

Gemeinsam sollen sie dafür sorgen, dass die Davoser Defensive unter Druck gerät.

Eine wichtige Rolle spielt zudem die Arbeit vor dem gegnerischen Tor, wo Lugano seine körperliche Präsenz ausspielen möchte.

Robert Mayer vor besonderer Aufgabe

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt der Wechsel auf der Torhüterposition.

Lugano und Genève-Servette tauschten kürzlich ihre Goalies. Joren van Pottelberghe wechselte nach Genf, Robert Mayer kam ins Tessin.

Der erfahrene Schweizer Torhüter stand bereits beim 3:2-Erfolg gegen Biel zwischen den Pfosten.

Mayer kennt den HC Davos aus seiner früheren Karriere. Ein möglicher Einsatz gegen die Bündner würde dem Wiedersehen eine besondere Note verleihen.

Davos sucht nach fünf Niederlagen die Wende

Beim HC Davos ist die Situation deutlich angespannter.

Die Mannschaft von Josh Holden verlor zuletzt vier Meisterschafts- und Europacupspiele innerhalb kurzer Zeit. Mit der Niederlage gegen Liberec verlängerte sich die Serie auf fünf Pflichtspiele.

Besonders bitter verlief das Gastspiel bei Genève-Servette. Davos führte nach zwei frühen Treffern von Brendan Lemieux mit 2:0, musste sich am Ende aber noch mit 2:3 geschlagen geben.

Auch gegen Kloten fehlte die notwendige Durchschlagskraft. Die Bündner verloren zuhause mit 1:4.

Nun braucht Davos eine kompaktere Defensive und mehr Effizienz vor dem gegnerischen Tor.

Verletzungen erschweren die Aufgabe

Trainer Josh Holden muss weiterhin mehrere wichtige Spieler ersetzen.

Simon Ryfors fällt nach einer schweren Knieverletzung für den Rest der Saison aus. Auch Rasmus Asplund, Harrison Schreiber und Nico Gross standen zuletzt nicht zur Verfügung.

Der Verein reagierte deshalb mit der Verpflichtung von Joseph Blandisi. Der 32-jährige Kanadier bringt Erfahrung aus der NHL, AHL und KHL mit.

Seine Arbeitsbewilligung befindet sich noch in Bearbeitung. Die unmittelbare Verantwortung liegt deshalb weiterhin bei den verfügbaren Stammspielern.

Gerade in der Offensive muss Davos wieder mehr Druck entwickeln.

Intensives Wochenende für beide Teams

Die Begegnung in Lugano bildet für beide Mannschaften den Auftakt zu einer anspruchsvollen Doppelrunde.

Der HC Lugano gastiert bereits am Samstag um 19.45 Uhr bei Fribourg-Gottéron.

Davos empfängt zur gleichen Zeit die ZSC Lions, die ihre ersten zehn Meisterschaftsspiele gewonnen haben.

Für den HCD wäre deshalb ein Erfolg in der Cornèr Arena besonders wertvoll.

Lugano wiederum möchte den Heimvorteil nutzen und sich mit weiteren Punkten in der oberen Tabellenhälfte etablieren.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
16. Oktober 2026 · Vor den Freitagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 10 +18 27
2. Genève-Servette 11 +4 21
3. SCL Tigers 11 +7 19
4. Fribourg-Gottéron 11 +9 18
5. Lausanne HC 12 -1 18
6. HC Ajoie 12 -6 16
7. HC Ambri-Piotta 10 -6 15
8. HC Lugano 10 +3 15
9. SC Bern 9 +1 14
10. EV Zug 7 +10 13
11. HC Davos 11 -4 13
12. SCRJ Lakers 11 -14 11
13. EHC Biel-Bienne 10 -4 10
14. EHC Kloten 11 -17 9

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert