Zverev steht in Shanghai im Halbfinal – Nummer eins bereits gesichert
von belmedia Redaktion Allgemein Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Tennis tennis.ch Themen Übersee Ⳇ Verbreitung
Alexander Zverev steht beim ATP-Masters-1000-Turnier in Shanghai im Halbfinal. Der 29-jährige Deutsche besiegt den Australier Alex de Minaur am Donnerstag mit 6:4, 6:4 und überzeugt besonders mit seinem Aufschlag. Nach 78 Minuten nutzt er seinen ersten Matchball. Die Nummer zwei der Weltrangliste trifft am Samstag auf Alejandro Davidovich Fokina.
Zverev schlägt zehn Asse, bringt 80 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld und wehrt sämtliche fünf Breakbälle ab. De Minaur findet gegen das druckvolle Spiel seines Gegners keine ausreichenden Mittel. Der Deutsche schafft in jedem Satz ein Break und steht erstmals seit 2019 wieder unter den letzten vier Spielern in Shanghai.
Der Halbfinaleinzug unterstreicht Zverevs aussergewöhnliche Saison. Nach den Grand-Slam-Titeln bei den French Open und US Open steht bereits fest, dass er 2026 als Nummer eins abschliessen wird. Der bisherige Weltranglistenerste Jannik Sinner hat seine Saison verletzungsbedingt beendet. Nun kämpft Zverev in Shanghai um seinen nächsten Masters-Titel.
Zverev überzeugt gegen de Minaur
Nach den umkämpften Begegnungen gegen Quentin Halys und Alexander Bublik gelingt Alexander Zverev im Viertelfinal eine deutliche Leistungssteigerung.
Der Deutsche übernimmt gegen Alex de Minaur früh die Kontrolle über die Ballwechsel. Besonders sein erster Aufschlag funktioniert ausgezeichnet.
De Minaur gehört zu den schnellsten Spielern der ATP-Tour und kann auch schwierige Bälle erreichen. Zverev setzt ihn jedoch mit druckvollen Grundschlägen immer wieder unter Druck.
Im ersten Satz nutzt der Deutsche seine einzige Breakchance und bringt den Vorsprung sicher ins Ziel.
Zehn Asse und kein Aufschlagverlust
Auch im zweiten Durchgang bleibt Zverev beim eigenen Service stabil.
Insgesamt gewinnt er 80 Prozent der Punkte nach seinem ersten Aufschlag. Besonders bemerkenswert ist seine Bilanz bei den Breakbällen.
De Minaur erspielt sich fünf Möglichkeiten, kann jedoch keine verwerten.
Zverev nutzt dagegen beide Chancen auf ein Break. Bei eigenem Aufschlag gibt er während der gesamten Begegnung kein einziges Game ab.
Nach 78 Minuten beendet er das Match mit seinem ersten Matchball.
Knöchelprobleme scheinen überwunden
Der souveräne Erfolg ist auch aus körperlicher Sicht erfreulich.
In den vorherigen Turnierrunden hatte Zverev über Beschwerden am rechten Knöchel geklagt. Besonders gegen Halys war seine Beweglichkeit zeitweise eingeschränkt.
Gegen de Minaur zeigt er sich deutlich verbessert.
Er bewegt sich sicher über den Platz und hält auch längere Ballwechsel mit dem laufstarken Australier durch.
Der Erfolg ist sein 62. Sieg in der laufenden Saison. Damit gehört Zverev weiterhin zu den konstantesten Spielern der Tour.
Davidovich Fokina wartet im Halbfinal
Am Samstag trifft der Deutsche auf Alejandro Davidovich Fokina.
Der Spanier erreicht die Vorschlussrunde nach einem ungewöhnlichen Viertelfinal. Sein französischer Gegner Arthur Gea muss beim Stand von 1:4 wegen körperlicher Beschwerden aufgeben.
Davidovich Fokina profitiert damit von einer kurzen Einsatzzeit. In den vorherigen Runden hatte er gegen Frances Tiafoe und Hubert Hurkacz jeweils einen umkämpften Entscheidungssatz gewonnen.
Die bisherige Bilanz spricht für Zverev. Von sieben direkten Begegnungen hat er sechs gewonnen.
Dennoch verfügt der Spanier über genügend spielerische Qualität, um dem Favoriten Schwierigkeiten zu bereiten.
Weltranglistenspitze rückt näher
Für Zverev geht es in Shanghai um mehr als den Turniersieg.
Der Deutsche hat nach einer herausragenden Saison die Jahresendführung bereits sicher.
Die entscheidende Ausgangslage entstand durch das vorzeitige Saisonende von Jannik Sinner und das Ausscheiden von Carlos Alcaraz in Shanghai.
Die Niederlage von Alcaraz gegen Zizou Bergs beseitigte die letzte rechnerische Konkurrenz im Kampf um die Jahresendnummer eins.
In der regulären Weltrangliste liegt Zverev derzeit noch hinter Sinner auf Rang zwei. Der erstmalige Aufstieg an die Spitze könnte Anfang November erfolgen.
Erster Shanghai-Titel bleibt das Ziel
Zverev stand 2019 bereits im Final des Shanghai Masters, verlor damals jedoch gegen Daniil Medvedev.
Sieben Jahre später bietet sich ihm die nächste Gelegenheit.
Sollte er Davidovich Fokina bezwingen, würde er am Sonntag im Endspiel auf den Sieger der zweiten Halbfinalbegegnung treffen.
Dessen Teilnehmer werden am Freitag ermittelt. Im Viertelfinal stehen Daniil Medvedev gegen Tommy Paul sowie Casper Ruud gegen Rafael Jodar.
Für Zverev ist die Ausgangslage vielversprechend: Er wirkt körperlich stabil, sein Aufschlag funktioniert und der Druck im Rennen um die Jahresendführung ist bereits weggefallen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert