Einbrüche in Einfamilienhäuser steigen um über 35 Prozent: Polizei ruft zur Vorsicht auf

(Kanton Jura JU). Mit Blick auf die bevorstehende Wintersaison erinnert die Kantonspolizei Jura die Bevölkerung an Massnahmen, mit denen sich das Einbruchrisiko reduzieren lässt.

In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP) beteiligt sie sich am Aktionstag zur Einbruchprävention. Dieser soll die Bevölkerung sensibilisieren und dazu ermutigen, ihr Zuhause mit einfachen Verhaltensregeln zu schützen.

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Das Wichtigste auf einen Blick
  • Einbrüche im Kanton Jura 2025: 320 registrierte Einbruchdiebstähle.
  • Vergleich: 317 Einbrüche im Jahr 2024 und 277 im Jahr 2023.
  • Besonders betroffen: Villen und Einfamilienhäuser mit 171 Einbrüchen im Jahr 2025.
  • Starker Anstieg: Bei Villen und Einfamilienhäusern wurden gegenüber 2024 über 35 Prozent mehr Einbrüche registriert.
  • Risikoperiode: Von September bis März treten Dämmerungseinbrüche besonders häufig auf.
  • Prävention: Anwesenheit mit Licht simulieren, Türen und Fenster verriegeln und Wertsachen nicht offen liegen lassen.
  • Bei längerer Abwesenheit: Nachbarn informieren, Briefkasten leeren lassen und keine Ferienabwesenheiten auf sozialen Netzwerken ankündigen.
  • Bei Verdacht: Sofort den Polizeinotruf 117 wählen.
  • Nach einem Einbruch: Nichts berühren, damit mögliche Spuren erhalten bleiben.

Einbruchdiebstähle nehmen seit 2023 zu

Im Kanton Jura wurden 2025 insgesamt 320 Einbruchdiebstähle registriert, gegenüber 317 im Jahr 2024 und 277 im Jahr 2023. Besonders häufig betroffen sind Villen und Einfamilienhäuser: In dieser Kategorie wurden 2025 insgesamt 171 Einbrüche verzeichnet, gegenüber 126 im Jahr 2024 und 121 im Jahr 2023. Für 2025 entspricht dies gegenüber 2024 einem Anstieg von mehr als 35 Prozent.



Der Herbst – eine besonders riskante Zeit für Dämmerungseinbrüche

Wenn die Tage kürzer werden, wird es früher dunkel. Zwischen September und März können Einbrecher leichter erkennen, welche Wohnungen und Häuser unbewohnt erscheinen. Sogenannte Dämmerungseinbrüche treten in dieser Zeit deshalb besonders häufig auf.

Mit einigen einfachen Vorsichtsmassnahmen lässt sich das Risiko verringern:

  • Schützen Sie Ihre Wertsachen: Lassen Sie Wertgegenstände nicht sichtbar liegen oder leicht zugänglich stehen.
  • Simulieren Sie Anwesenheit: Verwenden Sie bei Abwesenheit eine Beleuchtung mit Zeitschaltuhr.
  • Verriegeln Sie Ihre Zugänge: Schliessen Sie Türen und Fenster konsequent, auch wenn Sie nur kurz weg sind.
  • Verstecken Sie Ihre Schlüssel niemals ausserhalb Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses.
  • Informieren Sie Ihre Nachbarn über längere Abwesenheiten und bitten Sie sie, Ihre Post aus dem Briefkasten zu nehmen.
  • Seien Sie in sozialen Netzwerken zurückhaltend und vermeiden Sie es, Ihre Abwesenheiten anzukündigen.
  • Melden Sie jede verdächtige Situation der Polizei unter der Nummer 117.

Berühren Sie im Fall eines Einbruchs nichts, damit mögliche Spuren und Beweismittel erhalten bleiben, und verständigen Sie die Polizei.

Prävention bleibt ein wichtiges Mittel, um Risiken zu reduzieren. Die Kantonspolizei Jura ruft die Bevölkerung dazu auf, diese Verhaltensregeln im Alltag anzuwenden und sich zur Sicherheit beraten zu lassen, um mögliche Schwachstellen am eigenen Zuhause zu erkennen.

Weitere Informationen zur Einbruchprävention sind auf der Website der Schweizerischen Kriminalprävention verfügbar: https://www.skppsc.ch/fr/sujets/cambriolage


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Einbrüche in Einfamilienhäuser: Was die aktuellen Zahlen zeigen

Die Einbruchzahlen im Kanton Jura zeigen einen deutlichen Unterschied zwischen der Entwicklung aller registrierten Einbrüche und jener in Villen und Einfamilienhäusern. Während die Gesamtzahl von 2024 auf 2025 nur leicht zunahm, stieg die Zahl der Einbrüche in dieser Wohngebäudekategorie deutlich stärker.

320
Einbruchdiebstähle insgesamt 2025
171
Einbrüche in Villen und Einfamilienhäuser 2025
+35,7 %
Zunahme bei Villen und Einfamilienhäusern gegenüber 2024

Einbruchzahlen im Vergleich

Jahr Alle Einbrüche Villen / Einfamilienhäuser
2023 277 121
2024 317 126
2025 320 171

Grundlage: Angaben der Kantonspolizei Jura. Die prozentuale Veränderung wurde aus den veröffentlichten Fallzahlen berechnet.

Was bedeutet der Anstieg für Hauseigentümer?

Die Statistik zeigt, dass Einfamilienhäuser und Villen besonders im Fokus der Einbruchprävention stehen sollten. Aus den Fallzahlen allein lässt sich jedoch nicht ableiten, welche konkreten Häuser oder Quartiere besonders gefährdet sind.

Sinnvoll ist deshalb ein individueller Sicherheitscheck: Wie gut sind Haustür, Nebeneingänge, Kellerfenster und Terrassentüren gesichert? Gibt es leicht zugängliche Fenster oder Gegenstände im Garten, die als Kletterhilfe dienen könnten?

Einbruchschutz: Fünf zusätzliche Tipps für den Alltag

1. Keller und Nebenräume mitprüfen: Kellerfenster, Lichtschächte und Nebeneingänge werden im Alltag leicht übersehen. Kontrollieren Sie, ob alle Zugänge sicher verschlossen sind.

2. Ersatzschlüssel sicher aufbewahren: Hinterlegen Sie Schlüssel bei einer Vertrauensperson statt unter der Fussmatte oder in einem Blumentopf.

3. Keine Kletterhilfen stehen lassen: Leitern, grössere Gartenmöbel oder andere leicht verschiebbare Gegenstände sollten nicht direkt an Hauswänden stehen, wo sie den Zugang zu Fenstern erleichtern.

4. Beleuchtung sinnvoll steuern: Zeitschaltuhren oder programmierbare Leuchten können während Ihrer Abwesenheit Licht einschalten. Achten Sie auf ein möglichst natürliches Beleuchtungsmuster.

5. Nachbarschaftshilfe vereinbaren: Bei längeren Abwesenheiten kann eine Vertrauensperson den Briefkasten leeren und auf ungewöhnliche Beobachtungen rund um das Haus achten.

Einbruch entdeckt? Spuren nicht zerstören

Wenn Sie eine aufgebrochene Tür oder ein beschädigtes Fenster bemerken, sollten Sie die betroffenen Räume möglichst nicht betreten und nichts berühren. So bleiben mögliche Spuren für die Polizei erhalten.

Befindet sich möglicherweise noch eine fremde Person im Gebäude, halten Sie Abstand und warten Sie an einem sicheren Ort auf die Polizei. Verständigen Sie die Einsatzkräfte über den Notruf 117.

Weitere Informationen zu Einbruchdiebstählen und praktische Hinweise bei Polizeinews Prävention finden Sie im Belmedia-Netzwerk.

 

Quelle: Kantonspolizei Jura
Bildquelle: Kantonspolizei Jura