Cristiano Ronaldo tritt zurück – nach 234 Länderspielen endet eine Ära
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Fussball International Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Cristiano Ronaldo beendet seine Karriere in der portugiesischen Nationalmannschaft. Der 41-jährige Superstar verkündet seinen Rücktritt am Donnerstag, 5. November 2026, in einer persönlichen Videobotschaft. Nach 23 Jahren, 234 Länderspielen und 146 Toren verabschiedet sich einer der erfolgreichsten Fussballer der Geschichte von der Seleção. Seine Klubkarriere bei Al-Nassr setzt Ronaldo fort.
Der fünffache Weltfussballer bedankt sich in seiner Botschaft bei den portugiesischen Fans, seinen Mitspielern und allen Menschen, die ihn während seiner Nationalmannschaftskarriere begleitet haben. Die Entscheidung sei ihm schwergefallen. Er habe während 23 Jahren das Privileg und die Verantwortung getragen, Portugal mit der Rückennummer sieben zu vertreten.
Der Rücktritt folgt auf einen Konflikt mit Nationaltrainer Jorge Jesus. Ronaldo hatte Ende September das Trainingslager vorzeitig verlassen und dem Trainer später Wortbruch vorgeworfen. Der portugiesische Verband belegte ihn daraufhin mit einer 30-tägigen Sperre. Nun entscheidet sich der langjährige Captain gegen eine Fortsetzung seiner internationalen Karriere.
Ronaldo verabschiedet sich mit emotionalen Worten
Seinen Rücktritt gibt Cristiano Ronaldo über die sozialen Medien bekannt.
In einer ausführlichen Videobotschaft erklärt er, dass der Zeitpunkt gekommen sei, das Trikot mit der Nummer sieben zurückzugeben.
Er bedankt sich bei seinen Mitspielern, Trainern und den portugiesischen Anhängern für die gemeinsame Zeit.
Dabei betont Ronaldo, wie viel ihm die Nationalmannschaft während seiner gesamten Karriere bedeutet habe.
Die Entscheidung sei nicht leicht gewesen. Portugal werde unabhängig von seinem weiteren sportlichen Weg immer ein Teil von ihm bleiben.
Ein Konflikt überschattete die letzten Wochen
Dem Rücktritt gingen schwierige Wochen innerhalb der Nationalmannschaft voraus.
Beim 2:1 gegen Norwegen Ende September blieb Ronaldo über die gesamten 90 Minuten auf der Ersatzbank.
Als Nationaltrainer Jorge Jesus anschliessend ankündigte, dass der Superstar auch gegen Dänemark nicht in der Startelf stehen werde, verliess Ronaldo das Trainingslager.
Später warf er dem Coach vor, zuvor getroffene Absprachen über seine Einsatzzeiten nicht eingehalten zu haben.
Der portugiesische Fussballverband reagierte mit einer Sperre von 30 Tagen und einer Geldbusse von 255 Euro.
Noch im Oktober war eine Rückkehr möglich erschienen. Die Sperre nach dem Streit im Nationalteam lief Ende Oktober aus.
Mit seiner heutigen Erklärung beendet Ronaldo die Diskussion über seine Zukunft in der Seleção.
146 Tore und 234 Länderspiele
Die Zahlen seiner Nationalmannschaftskarriere sind aussergewöhnlich.
Ronaldo absolvierte seit seinem Debüt im August 2003 insgesamt 234 Länderspiele.
Dabei erzielte er 146 Tore. Beide Werte sind Rekorde im internationalen Männerfussball.
Besonders beeindruckend ist die Dauer seiner Karriere. Ronaldo stand über mehr als zwei Jahrzehnte für Portugal auf dem Platz und nahm an sechs Weltmeisterschaften teil.
Bei der Weltmeisterschaft 2026 bestritt er sein letztes WM-Turnier. Portugal schied im Achtelfinal gegen Spanien aus.
Der Triumph von 2016 bleibt unvergessen
Seinen grössten Erfolg mit Portugal feierte Ronaldo bei der Europameisterschaft 2016.
Im Final gegen Frankreich musste er zwar früh verletzt ausgewechselt werden. Seine Mannschaft gewann die Partie jedoch durch einen Treffer von Éder mit 1:0 nach Verlängerung.
Ronaldo durfte als Captain den ersten grossen internationalen Titel Portugals entgegennehmen.
Drei Jahre später folgte der Triumph in der erstmals ausgetragenen Nations League.
2025 gewann Portugal den Wettbewerb erneut. Im Final gegen Spanien erzielte Ronaldo einen Treffer, ehe sich die Portugiesen im Penaltyschiessen durchsetzten.
Portugal beginnt eine neue Ära
Nationaltrainer Jorge Jesus steht nun vor der Aufgabe, die Offensive ohne den langjährigen Leistungsträger weiterzuentwickeln.
Bereits während Ronaldos Abwesenheit im Oktober übernahm Gonçalo Ramos eine wichtige Rolle im Angriff.
Bruno Fernandes gehört zu den erfahrenen Führungsspielern, während Rafael Leão, João Félix und weitere Offensivkräfte zusätzliche Verantwortung übernehmen können.
Portugal trifft am 14. November in der Nations League auf Dänemark. Drei Tage später folgt die Begegnung in Wales.
Für Ronaldo selbst bleibt der Fussball weiterhin Alltag. Der Stürmer konzentriert sich auf seine Aufgaben bei Al-Nassr und seine verbleibenden sportlichen Ziele im Klubfussball.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert