Benfica bleibt makellos – 3:1 gegen Lech Poznań und vierter Europacup-Sieg
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Europa League Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Benfica Lissabon setzt seinen beeindruckenden Lauf in der Europa League fort. Die Portugiesen gewinnen am Donnerstagabend, 5. November 2026, im Estádio da Luz gegen Lech Poznań mit 3:1 (1:0). Rafa Silva, Gianluca Prestianni und Heorhii Sudakov erzielen die Tore. Nach vier Siegen aus vier Spielen steht Benfica mit zwölf Punkten und einem Torverhältnis von 13:3 an der Spitze der Ligaphase.
Vor 53’851 Zuschauern übernimmt die Mannschaft von Marco Silva früh die Kontrolle. Rafa Silva trifft bereits in der sechsten Minute. Nach der Pause erhöht der eingewechselte Prestianni auf 2:0, ehe Leo Bengtsson einen Fehler im portugiesischen Spielaufbau zum Anschlusstreffer nutzt. Erst Sudakov beendet in der 90. Minute die Hoffnungen der Polen auf einen Punktgewinn.
Benfica gehört damit zu den stärksten Mannschaften der bisherigen Europacup-Saison. Die Portugiesen haben bereits Milan, Celtic Glasgow und Omonia Nikosia bezwungen. Für Lech Poznań bleibt die Lage schwierig: Nach vier Begegnungen steht der polnische Meister bei lediglich einem Punkt. Aus Schweizer Sicht besitzt die Partie zusätzlichen Bezug, weil Lech im Sommer den FC Thun in den Europa-League-Playoffs ausgeschaltet hatte.
Rafa Silva trifft bereits nach sechs Minuten
Die Gastgeber beginnen entschlossen und übernehmen sofort die Initiative.
Bereits in der Anfangsphase prüft Jhon Durán den polnischen Torhüter Mateusz Lis mit einem Distanzschuss.
In der sechsten Minute fällt die Führung. Andreas Schjelderup setzt sich über die linke Seite durch und bringt den Ball in den Strafraum.
Lis kann die Hereingabe nicht festhalten. Rafa Silva reagiert am schnellsten und trifft im zweiten Versuch zum 1:0.
Benfica bleibt anschliessend überlegen. Die Portugiesen kontrollieren den Ball und setzen Lech immer wieder unter Druck.
Marco Silva rotiert kräftig
Bemerkenswert ist die personelle Ausgangslage.
Trainer Marco Silva verändert seine Startformation gegenüber dem jüngsten Meisterschaftsspiel auf neun Positionen.
Trotz der zahlreichen Wechsel bleibt die Mannschaft spielbestimmend.
Claudio Echeverri und Schjelderup sorgen über die Aussenbahnen für Tempo, während Durán das gegnerische Abwehrzentrum beschäftigt.
Lech Poznań verteidigt tief und versucht, nach Ballgewinnen schnell umzuschalten.
Bis zur Pause bleibt es jedoch beim knappen Vorsprung.
Prestianni trifft kurz nach seiner Einwechslung
In der zweiten Halbzeit erhöht Benfica den Druck.
Nach gut einer Stunde reagiert Silva mit mehreren Wechseln. Unter anderem kommen Gianluca Prestianni, Fredrik Aursnes und Enzo Barrenechea ins Spiel.
Die Massnahme zeigt rasch Wirkung.
In der 67. Minute spielt Sudakov den Ball auf die linke Seite zu Prestianni.
Der junge Argentinier dringt in den Strafraum ein und schliesst mit links zum 2:0 ab.
Für Benfica scheint die Partie damit entschieden.
Ein Abwehrfehler bringt Lech zurück
Nur sechs Minuten später unterläuft den Gastgebern jedoch ein folgenschwerer Fehler.
Nach einem Zuspiel von Torhüter Anatolij Trubin versucht Barrenechea, den Ball im eigenen Strafraum weiterzuleiten.
Leo Bengtsson erobert die Kugel und schiesst zum 2:1 ein.
Der Treffer bringt die Polen überraschend zurück ins Spiel.
Benfica reagiert mit einer erneuten Druckphase. Besonders der eingewechselte Dodi Lukébakio sorgt auf der rechten Angriffsseite für Gefahr.
Lis verhindert zunächst weitere Gegentore.
Sudakov sorgt für die Entscheidung
In der Schlussphase erspielen sich die Portugiesen mehrere gute Möglichkeiten.
Jhon Durán scheitert in der 88. Minute am stark reagierenden Lis. Kurz darauf pariert der polnische Schlussmann auch einen Abschluss von Lukébakio.
In der 90. Minute fällt schliesslich das 3:1.
Barrenechea schickt Sudakov mit einem präzisen Pass auf der linken Seite in die Tiefe.
Der ukrainische Mittelfeldspieler zieht in den Strafraum und trifft mit einem platzierten Rechtsschuss ins entfernte Eck.
Benfica bringt den vierten Europacup-Sieg souverän über die Zeit.
Auch für den Schweizer Fussball interessant
Lech Poznań war im Sommer für den FC Thun zum entscheidenden Gegner in der Europa-League-Qualifikation geworden.
Die Berner Oberländer scheiterten in den Playoffs deutlich am polnischen Meister und wechselten anschliessend in die Conference League.
Die Schweizer Ausgangslage nach der Europa-League-Auslosung zeigt, weshalb der Wettbewerb ohne Vertreter aus der Super League stattfindet.
Benfica hingegen besitzt nach Siegen gegen Milan, Celtic, Omonia und Lech beste Voraussetzungen für den weiteren Verlauf.
Am 26. November gastiert die Mannschaft bei Viktoria Pilsen. Anschliessend folgt das Heimspiel gegen OFI Kreta.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert