Vuelta: Enric Mas in Rot – Sprinter wittern ihre Chance in Lorca
von belmedia Redaktion Europa Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Radsport Schweiz Schweiz Sport sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Vuelta a España geht heute, 2. September 2026, mit ihrer 11. Etappe weiter. Enric Mas startet im Roten Trikot des Gesamtführenden, während auf den 153,8 Kilometern von Cartagena nach Lorca vor allem die schnellen Männer auf ihre Chance hoffen. Ganz einfach dürfte der Weg zum erwarteten Sprint allerdings nicht werden.
Nach dem überraschenden Etappensieg von Bastien Tronchon am Dienstag wartet bereits die nächste Gelegenheit für Fahrer, die auf einem schnellen Finale ihre Stärken ausspielen können. Der Franzose setzte sich auf der 10. Etappe in Elche de la Sierra vor Magnus Cort und Thibau Nys durch. Wout van Aert musste sich mit Rang vier begnügen.
Für die Fahrer der Gesamtwertung steht heute dagegen vor allem eines im Vordergrund: ohne Zeitverlust und ohne Zwischenfall durch den Tag kommen.
Enric Mas führt vor Primoz Roglic
Enric Mas geht mit einem Vorsprung von 1:18 Minuten auf Primoz Roglic in die 11. Etappe. Felix Gall liegt als Dritter 1:39 Minuten zurück. Dahinter folgen Oscar Onley und Richard Carapaz.
Die Ausgangslage an der Spitze hat sich nach dem Ausscheiden von Tadej Pogacar grundlegend verändert. Der Slowene musste die Rundfahrt nach seinem schweren Sturz auf der 8. Etappe aufgeben. Pogacar wurde inzwischen erfolgreich am gebrochenen linken Schlüsselbein operiert und fällt für den weiteren Verlauf der Vuelta aus.
Mas konnte seine Position danach festigen und gewann auf dem Alto de Aitana die schwere 9. Etappe. Am Dienstag kam der Spanier ohne Zeitverlust mit der Hauptgruppe ins Ziel und verteidigte damit souverän das Rote Trikot.
153,8 Kilometer von Cartagena nach Lorca
Die heutige Etappe beginnt in Cartagena und endet nach 153,8 Kilometern in Lorca. Der Veranstalter stuft das Teilstück grundsätzlich als flach ein. Die neutralisierte Startphase beginnt um 13.50 Uhr, die Zielankunft wird gegen 17.21 Uhr erwartet.
Eine Schwierigkeit könnte den Sprintteams allerdings noch Probleme bereiten. Rund 30 Kilometer vor dem Ziel muss das Feld über den Morrón de Totana, einen Anstieg der dritten Kategorie.
Für die reinen Sprinter und ihre Helfer dürfte es deshalb entscheidend sein, den Rückstand auf mögliche Ausreisser dort möglichst gering zu halten. Gleichzeitig bietet der Anstieg offensiven Fahrern eine der letzten Möglichkeiten, einen Massensprint in Lorca zu verhindern.
Van Aert bekommt die nächste Gelegenheit
Zu den Fahrern, die auf ein schnelles Finale hoffen dürfen, gehört Wout van Aert. Der Belgier trägt weiterhin das Grüne Trikot der Punktewertung und war bereits am Dienstag einer der Mitfavoriten auf den Tagessieg.
Sein Team hatte auf den letzten 30 Kilometern viel Arbeit investiert, um die Angreifer zurückzuholen. Im Finale fehlte Van Aert jedoch die ideale Position, sodass Tronchon die Gelegenheit nutzen konnte.
Heute folgt bereits die nächste Chance. Ob die Sprinterteams die Kontrolle behalten oder eine Fluchtgruppe den Morrón de Totana für einen Angriff nutzt, dürfte die entscheidende Frage der 11. Etappe werden.
Für Mas, Roglic und die übrigen Anwärter auf den Gesamtsieg beginnt der nächste grosse Test dagegen schon am Donnerstag: Dann führt die 12. Etappe über 166,6 Kilometer von Vera hinauf zum Calar Alto und bringt die nächste Bergankunft dieser Vuelta.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert