Radsport

Evenepoel krönt Comeback mit erstem EM-Titel

Remco Evenepoel ist erstmals Strassen-Europameister. Der Belgier gewinnt das 196,3 Kilometer lange EM-Rennen von Ljubljana nach Šenčur nach einem dramatischen Finale im Foto-Finish gegen Giulio Ciccone. Besonders bemerkenswert: Evenepoel musste rund 36 Kilometer vor dem Ziel einen Sturz verkraften und kämpfte sich dennoch zurück an die Spitze. Evenepoel und Ciccone erreichten nach 4:16:37 Stunden gemeinsam die Zielgerade. Erst das Zielfoto brachte die Entscheidung zugunsten des 26-jährigen Belgiers. Christian Scaroni komplettierte als Zweiter Italiener auf dem Podest die Medaillenränge und erreichte das Ziel 59 Sekunden hinter dem Sieger. Für Evenepoel ist der Triumph eine eindrucksvolle Reaktion auf die Strassen-WM in Montreal. Dort hatte der vierfache Zeitfahr-Weltmeister im Strassenrennen lediglich Rang zwölf belegt. Nur eine Woche später holt er nun jenen bedeutenden internationalen Strassentitel, der ihm in seiner umfangreichen Sammlung bislang noch gefehlt hatte.

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Sina Frei greift in Lake Placid nach der Kristallkugel

Sina Frei steht vor dem entscheidenden Wochenende ihrer herausragenden Mountainbike-Saison. Beim Weltcup-Finale in Lake Placid kämpft die 29-jährige Zürcherin heute zunächst um den Gesamtsieg im Short Track und besitzt dort die deutlich bessere Ausgangslage als Jenny Rissveds. Auch im Cross-Country-Gesamtweltcup ist der Titel rechnerisch noch möglich. Im Short Track führt Frei vor dem letzten Rennen mit 100 Punkten Vorsprung auf Rissveds. Sollte die Schwedin das Finale gewinnen, benötigt Frei mindestens Rang drei, um die Kristallkugel aus eigener Kraft zu sichern. Wird Rissveds Zweite, genügt der Schweizerin bereits Rang neun. Gestartet wird heute um 17.45 Uhr Schweizer Zeit. Deutlich schwieriger ist die Situation im olympischen Cross Country. Dort führt Rissveds vor dem Saisonfinale mit 220 Punkten Vorsprung, insgesamt sind aus Short Track und Cross Country noch maximal 330 Punkte für die kombinierte XCO-Gesamtwertung zu holen. Frei hat den Titel damit noch nicht abgeschrieben, braucht aber ein nahezu perfektes Wochenende und gleichzeitig einen Rückschlag ihrer schwedischen Rivalin. Ihre aktuelle Form stimmt: in Soldier Hollow fuhr Frei zuletzt auch im Cross Country als Dritte aufs Podest.

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Mara Winter sprintet sensationell zu U23-EM-Gold

Mara Winter ist U23-Europameisterin im Strassenrennen. Die 20-jährige Schweizerin setzte sich in Ljubljana nach 88,4 Kilometern im Sprint einer Dreiergruppe gegen die Niederländerin Nienke Vinke und die slowakische Weltmeisterin Viktoria Chladonova durch. Nur acht Tage nach ihrem bitteren vierten Rang an der WM in Montreal holt Winter damit ihren bisher grössten Erfolg auf der Strasse. Die Entscheidung fiel aus einer kleinen Spitzengruppe heraus. Winter ging gemeinsam mit Vinke und Chladonova auf die Zielgerade und behielt im entscheidenden Sprint die Nerven. Die Schweizerin setzte sich vor der Niederländerin durch, während Chladonova Bronze gewann. Für Winter war die Erleichterung unmittelbar nach der Zieldurchfahrt riesig. "Ich kann es nicht glauben. Ich glaube, ich träume", sagte sie nach ihrem Triumph. Der Erfolg unterstreicht den bemerkenswerten Aufstieg der jungen Schweizerin. Erst vor wenigen Tagen gehörte Winter bei der U23-WM in Montreal bereits zu den stärksten Fahrerinnen und verpasste als Vierte eine Medaille nur knapp. Damals fehlte ihr im Sprint um Bronze der letzte Schritt. Nun folgte in Ljubljana die perfekte Antwort. Winter gehörte bereits zum Schweizer Aufgebot für die Weltmeisterschaften in Montreal und bestätigt innerhalb weniger Tage, dass sie international an der Spitze ihrer Altersklasse angekommen ist.

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Küng und Schmid starten überraschend an der Rad-EM

Das Schweizer Team erhält für die Rad-Europameisterschaften in Slowenien kurzfristig prominente Verstärkung. Stefan Küng und Mauro Schmid werden am Mittwoch, 7. Oktober, das Einzelzeitfahren der Elite-Männer bestreiten. Ursprünglich war dieser EM-Start nicht vorgesehen, nach ihren starken Auftritten an der WM in Montréal haben sich beide nun gemeinsam mit Nationaltrainer Michael Schär für einen Start entschieden. Der Kampf gegen die Uhr führt über 22 Kilometer rund um Šenčur und ist mit 367 Höhenmetern deutlich anspruchsvoller als ein klassischer flacher Zeitfahrkurs. Küng bringt enorme Erfahrung mit: Der 32-Jährige wurde 2020 und 2021 Europameister im Einzelzeitfahren und gewann erst im September das Zeitfahren der Vuelta a España. Schmid tritt dagegen erstmals bei einer Elite-EM im Einzelzeitfahren an. Die Schweizer reisen mit Rückenwind aus Kanada nach Slowenien. Küng und Schmid gehörten zusammen mit Stefan Bissegger zum Männer-Trio, das an der WM in Montréal trotz eines frühen Defekts von Küng den Grundstein für Bronze in der Mixed-Staffel legte. Die Rad-EM beginnt am Freitag und dauert bis Mittwoch, das Zeitfahren der Elite-Männer bildet am letzten Wettkampftag den Abschluss.

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Steffi Häberlin wechselt zu Canyon-SRAM

Steffi Häberlin setzt ihre Karriere ab 2027 bei Canyon-SRAM fort. Die 28-jährige Schweizer Strassenmeisterin verlässt SD Worx-Protime nach zwei Jahren und unterschreibt beim deutschen WorldTour-Team einen Vertrag über zwei Saisons. Häberlin hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einer der stärksten Schweizer Rundfahrerinnen entwickelt und erhält nun die nächste grosse Chance. Die Thurgauerin kommt aus dem Mountainbike und bestreitet erst seit 2025 regelmässig Strassenrennen auf höchstem Niveau. Trotzdem etablierte sie sich schnell in der WorldTour. 2026 verteidigte sie ihren Schweizer Meistertitel im Strassenrennen, wurde Sechste der Tour de Suisse Women und Zweite beim Festival Elsy Jacobs in Luxemburg. Hinzu kam ihr erster internationaler Profisieg bei der Tour de Gatineau. Bei Canyon-SRAM trifft Häberlin unter anderem auf ihre Schweizer Landsfrau Jasmin Liechti sowie auf das britische Toptalent Zoe Bäckstedt. Für Häberlin ist der Wechsel gleichzeitig ein weiterer Schritt in Richtung vollständiger Konzentration auf den Profisport: Im kommenden Sommer will sie ihr Medizinstudium abschliessen und sich danach ganz dem Radsport widmen.

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Pogačar wieder draussen auf dem Rad – Saison 2026 bleibt trotzdem beendet

Tadej Pogačar macht nach seinem schweren Vuelta-Sturz weitere Fortschritte. Der Slowene sass am 26. September erstmals seit seiner Operation wieder draussen auf dem Rennrad und zeigte dabei auch die Narbe seines gebrochenen Schlüsselbeins. An der Entscheidung seines Teams ändert das nichts: Pogačar wird 2026 definitiv kein Rennen mehr bestreiten. UAE Team Emirates-XRG stellte dies nochmals ausdrücklich klar, nachdem Pogačars Name zwischenzeitlich auf einer provisorischen slowenischen Liste für die Europameisterschaften aufgetaucht war. Ein Comeback ist nicht vorgesehen. Der 27-Jährige soll sich vollständig von seiner Gehirnerschütterung, dem stabilen Bruch des siebten Halswirbels und dem offenen Bruch des linken Schlüsselbeins erholen. Damit geht eine aussergewöhnliche Saison vorzeitig zu Ende. Pogačar sammelte 2026 insgesamt 16 Siege und gewann unter anderem Mailand–Sanremo, die Flandern-Rundfahrt, Lüttich–Bastogne–Lüttich sowie erneut die Tour de France. Bereits vor wenigen Tagen hatten wir über Pogačars erste kontrollierte Einheiten auf der Rolle und das geplante Comeback 2027 berichtet. Nun folgte der nächste Schritt zurück auf die Strasse.

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Anja Grossmann holt WM-Bronze im Strassenrennen der Juniorinnen

Anja Grossmann gewinnt an der Strassen-WM in Montréal die Bronzemedaille im Strassenrennen der Juniorinnen. Die 17-jährige Schweizerin gehört auf dem anspruchsvollen 80,4-Kilometer-Kurs zur entscheidenden Spitzengruppe und muss sich im Sprint um den WM-Titel nur der Spanierin Alejandra Neira und der Italienerin Matilde Rossignoli geschlagen geben. Grossmann fährt ein offensives Rennen und setzt sich in der entscheidenden Phase gemeinsam mit Neira und Rossignoli vom Feld ab. Kurz vor dem Ziel schliessen Zeitfahr-Weltmeisterin Maria Okrucińska aus Polen und die Niederländerin Mirthe Mons nochmals auf, womit fünf Fahrerinnen um die Medaillen kämpfen. Im Sprint wartet Neira lange und setzt sich schliesslich vor Rossignoli und Grossmann durch. Für die Schweizerin ist Bronze eine besonders starke Reaktion auf die hauchdünne Enttäuschung im Einzelzeitfahren. Dort hatte Grossmann den dritten Platz lediglich um sieben Hundertstelsekunden verpasst. Nun belohnt sie sich im Strassenrennen doch noch mit einer WM-Medaille und bestätigt damit ihre Stellung als eines der grössten Schweizer Nachwuchstalente im Radsport.

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Velotouren für Genussfahrer: Flache Routen durch Schweizer Landschaften

Eine genussvolle Velotour braucht weder steile Alpenpässe noch sportliche Bestzeiten. Entlang von Seen und Flüssen führen zahlreiche Schweizer Routen durch offene Landschaften, historische Orte und ruhige Naturräume. Wer Streckenprofil, Untergrund und Rückfahrt sorgfältig prüft, findet überschaubare Etappen mit genügend Zeit für Pausen, Aussichtspunkte und regionale Spezialitäten. Als flach gilt eine Route allerdings nicht allein deshalb, weil sie einem Gewässer folgt. Brückenauffahrten, Ortsdurchfahrten, kurze Gegensteigungen und Naturwege können zusätzliche Kraft verlangen. Für Genussfahrer eignen sich deshalb klar abgegrenzte Teilstrecken besser als lange Gesamtrouten, deren Charakter sich unterwegs mehrfach verändert.

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Strassen-WM 2032 erstmals in Indien

Die Strassen-Weltmeisterschaften 2032 finden erstmals in Indien statt. Der Radsport-Weltverband UCI hat Pune als Austragungsort bestätigt. Damit wird eine der wichtigsten Veranstaltungen des internationalen Radsports erstmals in der Geschichte auf dem indischen Subkontinent ausgetragen. Der Entscheid fiel im Rahmen des 195. UCI-Kongresses in Montréal, wo derzeit die Strassen-WM 2026 stattfindet. Insgesamt vergab die UCI 19 Weltmeisterschaften für den Zeitraum von 2027 bis 2034 an elf verschiedene Länder. Neben Pune erhielt unter anderem auch die niederländische Region Groningen/Drenthe den Zuschlag für die Strassen- und Para-Strassen-WM 2034. Für den Weltradsport ist die Vergabe nach Indien von strategischer Bedeutung. UCI-Präsident David Lappartient bezeichnete die WM als grosse Chance für die weitere Entwicklung des Radsports in einem Land mit nahezu einem Fünftel der Weltbevölkerung. Aktuell werden die Regenbogentrikots noch in Montréal vergeben, wo Marlen Reusser ihren WM-Titel im Zeitfahren erfolgreich verteidigt hat.

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Grossmann verpasst WM-Bronze um sieben Hundertstel

Anja Grossmann hat an der Strassen-WM in Montréal eine Medaille im Zeitfahren der Juniorinnen hauchdünn verpasst. Die Schweizerin belegte über 10,7 Kilometer Rang 4 und verlor lediglich sieben Hundertstelsekunden auf Bronze. Weltmeisterin wurde die Polin Maria Okrucińska vor der Belgierin Yana Decruyenaere und der Britin Aalia Clay. Grossmann absolvierte die Strecke rund um den Parc Jeanne-Mance in 15:42,16 Minuten. Clay stoppte die Uhr bei 15:42,09 und sicherte sich damit Bronze mit einem Vorsprung von gerade einmal 0,07 Sekunden. Auf Siegerin Okrucińska verlor die Schweizerin 24,65 Sekunden. Für Grossmann ist der vierte Platz dennoch ein weiteres starkes Resultat in einer herausragenden Saison. Ende August hatte sie im italienischen Val di Sole den Juniorinnen-Weltmeistertitel im Mountainbike-Cross-Country gewonnen. Nun bestätigt sie auch auf der Strasse, dass sie zu den vielseitigsten Schweizer Nachwuchsfahrerinnen gehört.

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Reusser greift im WM-Strassenrennen nach der dritten Medaille

Marlen Reusser erhält am Samstag in Montréal die nächste Chance auf eine WM-Medaille. Nach Gold im Einzelzeitfahren und Bronze mit der Schweizer Mixed-Staffel startet die 35-Jährige im Strassenrennen der Elite-Frauen erneut mit grossen Ambitionen. Auf 180,4 Kilometern und 2570 Höhenmetern wartet allerdings ein deutlich anderes Rennen als gegen die Uhr. Der Start erfolgt um 9.00 Uhr Ortszeit in Brossard, also um 15.00 Uhr Schweizer Zeit. Nach einem längeren Anlauf in der Montérégie geht es auf den anspruchsvollen Schlusskurs rund um den Mont Royal. Dort stehen acht Runden mit mehreren kurzen, steilen Anstiegen an – unter anderem Passagen mit mehr als elf Prozent Steigung. Für die Schweiz ist Reusser die zentrale Hoffnung, sie erhält aber Unterstützung von Noemi Rüegg, Linda Zanetti, Jasmin Liechti, Ginia Caluori und Steffi Häberlin. Reusser hatte am vergangenen Sonntag ihren WM-Titel im Einzelzeitfahren erfolgreich verteidigt und zwei Tage später mit dem Schweizer Mixed-Team Bronze gewonnen.

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Schweizer Mixed-Team holt WM-Bronze – Italien triumphiert in Montréal

Die Schweiz gewinnt an der Strassen-WM in Montréal die Bronzemedaille im Mixed-Teamzeitfahren. Stefan Bissegger, Stefan Küng, Mauro Schmid, Jasmin Liechti, Marlen Reusser und Noemi Rüegg benötigen für die beiden Abschnitte 51:52,18 Minuten. Weltmeister wird Italien vor Frankreich. Italien setzt sich mit Mattia Cattaneo, Filippo Ganna, Matteo Sobrero, Vittoria Guazzini, Elisa Longo Borghini und Monica Trinca Colonel in 51:32,28 Minuten durch. Frankreich erreicht das Ziel nach 51:40,91 Minuten und sichert sich damit Silber. Die Schweiz verliert 19,90 Sekunden auf die neuen Weltmeister und 11,27 Sekunden auf Frankreich. Für Swiss Cycling ist es die nächste Medaille dieser Titelkämpfe. Erst am Sonntag hatte Marlen Reusser ihren WM-Titel im Einzelzeitfahren erfolgreich verteidigt. Zwei Tage später steht die 35-jährige Bernerin erneut auf dem Podest.

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Pogačar zurück auf dem Rad – Comeback erst 2027

Tadej Pogačar hat nach seinem schweren Sturz bei der Vuelta a España einen weiteren wichtigen Schritt in seiner Rehabilitation gemacht. Der 27-jährige Slowene sitzt wieder auf dem Rad und absolviert zuhause erste kontrollierte Einheiten auf der Rolle. An ein Renn-Comeback ist 2026 allerdings nicht mehr zu denken. Pogačar war am 29. August auf der achten Etappe der Vuelta schwer gestürzt. Dabei erlitt der Weltmeister einen verschobenen Bruch des linken Schlüsselbeins, einen stabilen Bruch des siebten Halswirbels sowie eine Gehirnerschütterung. Zwei Tage später wurde er in Barcelona erfolgreich am Schlüsselbein operiert. Nun arbeitet der fünffache Tour-de-France-Sieger wieder auf dem Rad. Die Belastung wird bewusst langsam gesteigert. Sein Team UAE Team Emirates-XRG hat bereits bestätigt, dass Pogačar in dieser Saison keine Rennen mehr bestreiten wird. Damit verpasst er unter anderem die Strassen-WM in Montreal, die Europameisterschaften und Il Lombardia.

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Reusser und Küng führen die Schweiz im WM-Mixed gegen die Uhr

Die Schweiz greift an der Strassen-WM in Montréal am Dienstag nach der nächsten Medaille. Im Mixed-Teamzeitfahren setzt Swiss Cycling auf eine hochkarätige Formation um die frischgebackene Weltmeisterin Marlen Reusser und Stefan Küng. Nach Bronze im Vorjahr gehört die Schweizer Equipe erneut zu den aussichtsreichen Mannschaften. Bei den Männern treten Stefan Küng, Stefan Bissegger und Mauro Schmid an. Das Frauen-Trio bilden Marlen Reusser, Noemi Rüegg und Jasmin Liechti. Damit schickt die Schweiz sechs Fahrerinnen und Fahrer ins Rennen, die sowohl Erfahrung im Kampf gegen die Uhr als auch internationale Klasse mitbringen. Besonders viel Aufmerksamkeit gilt Reusser. Die Bernerin verteidigte am Sonntag in Montréal ihren WM-Titel im Einzelzeitfahren und gewann über 39,2 Kilometer mit mehr als 40 Sekunden Vorsprung. Nur zwei Tage später wartet bereits die nächste Chance auf ein Regenbogentrikot.

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Frei erneut auf dem Podest – Weltmeisterin wird Dritte in Soldier Hollow

Sina Frei setzt ihre starke Serie im Cross-Country-Weltcup fort. Die Schweizer Weltmeisterin fährt in Soldier Hollow auf Rang 3 und steht damit im dritten XCO-Rennen in Folge auf dem Podest. Den Sieg holt sich die Italienerin Martina Berta vor der Amerikanerin Gwendalyn Gibson. Berta entscheidet das Rennen in Utah mit einer starken zweiten Rennhälfte für sich und erreicht das Ziel nach 1:15:51 Stunden. Gibson folgt 13 Sekunden später, Frei verliert als Dritte 48 Sekunden. Die Schweizerin setzt sich im Kampf um den letzten Podestplatz im Schlusssprint hauchdünn gegen die zeitgleiche Amerikanerin Savilia Blunk durch. Für Frei endet damit ein erfolgreiches Wochenende in Soldier Hollow. Bereits im Short Track war sie Dritte geworden, unmittelbar hinter ihrer Landsfrau Alessandra Keller. Über den Schweizer Doppel-Podestplatz im Short Track hatten wir bereits berichtet. Im olympischen Cross Country bestätigt Frei nun erneut ihre starke Form als amtierende Weltmeisterin.

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Küng verpasst WM-Podest – Evenepoel schreibt Geschichte

Stefan Küng hat die erhoffte Medaille im Einzelzeitfahren der Strassen-WM in Montréal verpasst. Der 32-jährige Thurgauer beendet die 39,2 Kilometer lange Prüfung auf Rang 7 und verliert 1:44,44 Minuten auf Sieger Remco Evenepoel. Der Belgier schreibt mit seinem vierten WM-Titel in Folge Geschichte. Evenepoel dominiert das Rennen von Beginn weg. Bereits bei der ersten Zwischenzeit liegt der Titelverteidiger vorne und baut seinen Vorsprung anschliessend kontinuierlich aus. Nach 44:53,13 Minuten erreicht der 26-Jährige das Ziel und distanziert den zweitplatzierten Filippo Ganna um 57,31 Sekunden. Bronze geht an den erst 19-jährigen Franzosen Paul Seixas, der 1:13 Minuten verliert. Für Küng ist früh erkennbar, dass es an diesem Sonntag nicht für den Kampf um die Medaillen reichen wird. Bei den Zwischenzeiten bewegt sich der Schweizer zwischen den Positionen sieben und neun und findet nicht zu jenem Rhythmus, der ihn zuletzt zum Sieg im Vuelta-Zeitfahren geführt hatte. Noch vor der WM hatten wir Küngs Chancen im Zeitfahren von Montréal eingeordnet. Am Ende bleibt ihm trotz eines konstanten Rennens Rang 7.

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Keller und Frei auf dem Podest – Schweizer Doppel-Erfolg in Soldier Hollow

Alessandra Keller und Sina Frei haben beim Mountainbike-Weltcup in Soldier Hollow für einen Schweizer Doppel-Podestplatz gesorgt. Keller fährt im Short Track auf Rang 2, die Cross-Country-Weltmeisterin Frei wird Dritte. Den Sieg holt sich Martina Berta mit einer entscheidenden Attacke in der zweitletzten Runde. Das neun Runden lange Rennen in Utah bleibt lange völlig offen. Eine grosse Spitzengruppe fährt bis weit in die Schlussphase zusammen, ehe Berta den entscheidenden Angriff lanciert. Die Italienerin reisst sofort eine Lücke auf und geht mit komfortablem Vorsprung in die letzte Runde. Nach 22:06 Minuten erreicht sie das Ziel sechs Sekunden vor Keller und sieben Sekunden vor Frei. Für die Schweiz ist das Ergebnis die Fortsetzung einer beeindruckenden Serie im Short Track. In den letzten 17 Weltcup-Rennen stand immer mindestens eine Schweizerin auf dem Podest. Besonders wertvoll ist Rang 3 für Frei auch mit Blick auf die Gesamtwertung. Die 29-jährige Zürcherin, die sich Ende August zur Cross-Country-Weltmeisterin gekrönt hatte, baut ihre Führung gegenüber Jenny Rissveds weiter aus.

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Reusser verteidigt WM-Gold – Küng greift in Montréal an

Die Strassen-Weltmeisterschaft in Montréal beginnt am Sonntag gleich mit zwei grossen Schweizer Hoffnungen. Marlen Reusser verteidigt im Einzelzeitfahren der Frauen ihr Regenbogentrikot, wenige Stunden später greift Stefan Küng bei den Männern an. Beide Elite-Rennen führen über denselben 39,2 Kilometer langen Kurs durch die kanadische Metropole. Reusser startet in ausgezeichneter Form in die Titelverteidigung. Die 34-jährige Bernerin gewann am Mittwoch das Chrono Féminin de Gatineau über 20,4 Kilometer mit 43 Sekunden Vorsprung und absolvierte damit eine erfolgreiche Generalprobe. Das Frauen-Zeitfahren beginnt am Sonntag um 9.00 Uhr Ortszeit beziehungsweise 15.00 Uhr Schweizer Zeit. Bei den Männern richtet sich der Schweizer Fokus vor allem auf Küng. Der Thurgauer gewann vor gut einer Woche das Vuelta-Zeitfahren in Jerez und verliess die Spanien-Rundfahrt danach planmässig, um sich vollständig auf die WM vorzubereiten. Über seine gezielte Vorbereitung hatten wir bereits berichtet: Küng richtet nach seinem Vuelta-Sieg den Fokus auf die WM.

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