Küng jagt im Vuelta-Zeitfahren den Etappensieg
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Radsport Regionen Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Thurgau Vuelta a España Ⳇ Verbreitung
Stefan Küng erhält am Donnerstag seine grosse Chance auf einen Etappensieg bei der Vuelta a España. Auf der 18. Etappe wartet ein 32,1 Kilometer langes Einzelzeitfahren von El Puerto de Santa María nach Jerez de la Frontera. Der Schweizer Zeitfahrspezialist gehört auf dem flachen Kurs zu den Favoriten.
Küng geht um 15.37 Uhr von der Startrampe. Zu seinen stärksten Konkurrenten um den Tagessieg zählen insbesondere Ethan Hayter und Wout van Aert, während auch Primoz Roglic im Kampf gegen die Uhr zu beachten ist.
Für den 32-jährigen Thurgauer bietet sich damit eine der letzten grossen Siegchancen dieser Vuelta. Bereits 2024 gewann Küng das abschliessende Vuelta-Zeitfahren in Madrid und feierte damals seinen ersten Etappensieg bei einer Grand Tour.
32,1 schnelle Kilometer nach Jerez
Die Strecke von El Puerto de Santa María nach Jerez de la Frontera ist nahezu komplett flach und damit wie geschaffen für leistungsstarke Zeitfahrer. Grössere technische Schwierigkeiten gibt es kaum, dafür können lange Passagen mit hohem Tempo gefahren werden.
Die erste Zwischenzeit wird nach 11,7 Kilometern genommen, die zweite bei Kilometer 22,1. Danach bleiben rund zehn Kilometer bis ins Ziel in Jerez.
Der erste Fahrer startet um 14.07 Uhr. Küng nimmt die Strecke als 91. Fahrer um 15.37 Uhr in Angriff. Wout van Aert folgt um 15.50 Uhr, während die Fahrer aus der Spitze des Gesamtklassements erst später starten.
Küng will Monaco vergessen machen
Beim kurzen Auftaktzeitfahren in Monaco hatte Küng den Sprung in die Top 10 verpasst. Der Tudor-Profi belegte über 9,4 Kilometer Rang zwölf und verlor 14 Sekunden auf Etappensieger Tadej Pogacar.
Der deutlich längere und weniger technische Parcours der 18. Etappe sollte dem Schweizer jedoch wesentlich besser entgegenkommen. Küng hat seine Qualitäten auf solchen Strecken während seiner Karriere mehrfach bewiesen.
Erst Anfang August gewann er das abschliessende Einzelzeitfahren der Polen-Rundfahrt in Wieliczka. Noch stärker ist die Erinnerung an die Vuelta 2024: Damals dominierte Küng das 24,6 Kilometer lange Abschlusszeitfahren in Madrid und distanzierte Primoz Roglic um 31 Sekunden.
Zu den grössten Rivalen am Donnerstag zählt auch Van Aert. Der Belgier hat bei dieser Vuelta bereits mit seinem Etappensieg in Córdoba seine starke Form unter Beweis gestellt.
Auch Gesamtwertung steht auf dem Spiel
Neben dem Kampf um den Etappensieg könnte das Zeitfahren auch die Entscheidung um das Rote Trikot entscheidend beeinflussen.
Enric Mas geht als Gesamtleader in die 18. Etappe. Der Spanier führt mit 2:06 Minuten Vorsprung auf Felix Gall. Primoz Roglic liegt weitere vier Sekunden zurück und dürfte im Zeitfahren versuchen, einen erheblichen Teil seines Rückstands aufzuholen.
Mas startet als letzter Fahrer um 16.55 Uhr. Gall geht zwei Minuten vor ihm auf die Strecke, Roglic wiederum zwei Minuten vor dem Österreicher.
Nach dem Zeitfahren bleiben noch zwei anspruchsvolle Etappen mit Bergankünften sowie das Finale am Sonntag in Granada. Für Küng steht die Gesamtwertung jedoch nicht im Mittelpunkt: Der Schweizer kann am Donnerstag alles auf den Kampf um den Tagessieg setzen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert