10. September 2026

Krisenkommunikation vorbereiten: Rollen, Freigaben und Reaktionswege definieren

Eine Kommunikationskrise lässt kaum Zeit, grundlegende Zuständigkeiten neu auszuhandeln. Wenn Medien anrufen, Kunden Antworten verlangen, Mitarbeiter Informationen suchen oder sich Vorwürfe in sozialen Netzwerken verbreiten, werden unklare Rollen schnell zum zusätzlichen Risiko. Gute Krisenkommunikation beginnt deshalb lange vor dem Ereignis: mit festgelegten Verantwortlichkeiten, kurzen Freigabewegen, erreichbaren Stellvertretungen und einem Ablauf, der auch ausserhalb gewöhnlicher Bürozeiten funktioniert. Ein Krisenkommunikationsplan soll keine mögliche Krise Wort für Wort vorwegnehmen. Seine Aufgabe besteht darin, Entscheidungen unter Zeitdruck zu erleichtern. Wer alarmiert wen? Wer sammelt Fakten? Wer entscheidet über eine Veröffentlichung? Wer spricht öffentlich? Welche Stelle überwacht Reaktionen und aktualisiert die Lage? Je eindeutiger diese Fragen im Normalbetrieb beantwortet sind, desto mehr Aufmerksamkeit bleibt im Ernstfall für die tatsächliche Situation.

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Markenstimme entwickeln: Wie Unternehmen über alle Kanäle konsistent klingen

Eine Marke klingt längst nicht mehr nur in Werbekampagnen. Website, Newsletter, Social Media, Kundenservice, Stellenanzeigen, Podcasts, Präsentationen und selbst automatisierte Systemtexte tragen zur Wahrnehmung eines Unternehmens bei. Wenn diese Kanäle sprachlich völlig unterschiedlich auftreten, entsteht trotz einheitlichem Logo ein uneinheitliches Bild. Eine klar definierte Markenstimme schafft dagegen Wiedererkennbarkeit und Orientierung – ohne jeden Text in dieselbe starre Form zu pressen. Die Markenstimme beschreibt, wie ein Unternehmen grundsätzlich spricht: sachlich oder emotional, direkt oder ausführlich, nüchtern oder humorvoll, technisch oder alltagsnah. Die Tonalität kann sich je nach Situation verändern, während die grundlegende Stimme stabil bleibt. Ein Reklamationsschreiben braucht beispielsweise mehr Zurückhaltung als ein Social-Media-Post, sollte aber trotzdem nach demselben Unternehmen klingen. Genau diese Verbindung aus Konstanz und situativer Anpassung ist das Ziel einer belastbaren Corporate Language.

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Medienmitteilungen, die Redaktionen wirklich nutzen können

Eine Medienmitteilung konkurriert in Redaktionen mit Nachrichtenagenturen, Behördenmeldungen, Terminen, direkten Hinweisen, sozialen Netzwerken und zahlreichen weiteren Themenangeboten. Ob sie beachtet wird, entscheidet sich deshalb oft innerhalb weniger Augenblicke. Eine klare Nachricht, ein präziser Titel und sofort überprüfbare Fakten erhöhen die Chance, dass aus einer Unternehmensinformation tatsächlich brauchbares journalistisches Ausgangsmaterial wird. Eine gute Medienmitteilung versucht nicht, einen fertigen Werbetext in ein Medium zu bringen. Sie erleichtert redaktionelle Arbeit. Dafür muss schnell erkennbar sein, was neu ist, wen die Information betrifft, weshalb sie relevant ist und welche Fakten sich daraus für eine mögliche Geschichte ergeben. Je weniger Such-, Rückfrage- und Korrekturarbeit eine Redaktion leisten muss, desto besser ist das Material verwendbar.

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Corporate Podcasts konzipieren: Format, Dramaturgie und Produktionsablauf

Ein Corporate Podcast beginnt nicht mit der Wahl eines Mikrofons, sondern mit einer klaren redaktionellen Idee. Unternehmen müssen zunächst bestimmen, für wen das Audioformat gedacht ist, welchen wiederkehrenden Nutzen es bieten soll und weshalb gerade ein Podcast dafür geeignet ist. Erst daraus entstehen Format, Host, Episodenstruktur und Veröffentlichungsrhythmus. Ein tragfähiges Konzept sorgt dafür, dass nicht nach wenigen Folgen Themen fehlen oder jede Ausgabe wie ein neues Einzelprojekt entwickelt werden muss. Auch die Produktion sollte von Anfang an Teil des Konzepts sein. Interviewformate benötigen andere Vorbereitungs- und Schnittprozesse als moderierte Fachgespräche oder narrative Episoden mit mehreren O-Tönen. Aufnahme, Freigabe, Postproduktion, Veröffentlichung und Weiterverwertung müssen deshalb als wiederholbarer Ablauf geplant werden. Gute Corporate Podcasts verbinden redaktionelle Klarheit mit verlässlicher Produktion – und behandeln Audio nicht als einmalige Kampagne, sondern als fortlaufendes Kommunikationsformat.

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