15-Jähriger nach Würge-Mutprobe bewusstlos: So gefährlich ist die Challenge
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(Dübendorf ZH). Eine Würge-Mutprobe unter zwei Jugendlichen hat für einen 15-Jährigen mit Bewusstlosigkeit geendet. Die Kantonspolizei Zürich warnt eindringlich vor der lebensgefährlichen Aktion.
Der Vorfall zeigt, wie schnell eine vermeintlich kontrollierte Mutprobe ausser Kontrolle geraten kann. Eltern und andere Bezugspersonen sollten die Warnung zum Anlass nehmen, mit Jugendlichen offen über solche Challenges zu sprechen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Vorfall: 15-Jähriger wird bei einer Würge-Mutprobe bewusstlos
- Ort und Zeit: Dübendorf, 23. September 2026
- Beteiligte: Zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren
- Polizeiliche Folge: Der 14-Jährige wird bei der Jugendanwaltschaft angezeigt
Mutprobe endet mit Bewusstlosigkeit
Am Mittwochnachmittag führten zwei Jugendliche in Dübendorf eine Würge-Mutprobe durch. Dabei verlor der 15-Jährige das Bewusstsein. Der beteiligte 14-Jährige wird im Zusammenhang mit dem Vorfall bei der zuständigen Jugendanwaltschaft zur Anzeige gebracht, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte.
Über den Vorfall hat Polizei.news bereits berichtet: Würgen bis zur Bewusstlosigkeit – Würge-Mutprobe endet lebensgefährlich.
Warum diese Challenge lebensgefährlich ist
Beim Würgen können die Atmung und die Blutzufuhr zum Gehirn beeinträchtigt werden. Eine Bewusstlosigkeit kann laut Polizei rasch und ohne ausreichende Vorwarnung eintreten. Schwere Verletzungen, bleibende Schäden oder sogar der Tod sind möglich.
Auch ein vorher vereinbartes Zeichen zum Aufhören bietet keine Sicherheit. Die betroffene Person kann das Bewusstsein verlieren, bevor sie ein solches Zeichen geben kann. Hinzu kommt die Gefahr, bei einem unkontrollierten Sturz verletzt zu werden.
- Nicht mitmachen: Würgen ist keine harmlose Mutprobe. Die Folgen können innerhalb kürzester Zeit lebensgefährlich werden.
- Kein Stoppsignal schützt: Bewusstlosigkeit kann eintreten, bevor die betroffene Person reagieren kann.
- Darüber sprechen: Eltern sollten Jugendliche direkt und ruhig fragen, ob ihnen solche Challenges begegnet sind.
- Klare Grenze setzen: Niemand sollte eine solche Aktion durchführen, dazu auffordern oder als Zuschauer unterstützen.
- Vorfall ernst nehmen: Wird jemand bewusstlos, müssen umgehend die Rettungskräfte alarmiert werden.
Eltern sollten das Thema offen ansprechen
Wer mit Jugendlichen über gefährliche Mutproben spricht, kann zunächst zuhören: Kennen sie entsprechende Videos oder Erzählungen aus ihrem Umfeld? Haben Freunde schon davon gesprochen? Ein ruhiges Gespräch macht es leichter, Fragen zu stellen und Gruppendruck anzusprechen.
Die Botschaft sollte dabei eindeutig bleiben: Eine Würge-Mutprobe lässt sich nicht zuverlässig kontrollieren. Die Kantonspolizei Zürich warnt ausdrücklich davor, sie durchzuführen oder daran teilzunehmen. Auch Schulen, Vereine und andere Bezugspersonen können diese Warnung weitergeben.
Quellen: Kantonspolizei Zürich, Blick, Pro Juventute
Titelbild: Symbolbild © Michael Derrer Fuchs – shutterstock.com