Pestoni besteht die Tests – und meldet sich eindrucksvoll zurück
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Tessin Themen Vereine Ⳇ Verbreitung
Inti Pestoni ist zurück. Der 35-jährige Stürmer bestand am Donnerstag die entscheidenden physischen Tests und erhielt damit grünes Licht für sein erstes Meisterschaftsspiel der Saison. Zwei Tage später stand die Ambri-Identifikationsfigur beim 2:1-Auswärtssieg gegen Meister Fribourg-Gottéron wieder auf dem Eis.
Hinter Pestoni liegen schwierige Wochen. Er hatte den Saisonstart verpasst und musste sich seinen Platz unter Trainer Jussi Tapola über intensive körperliche Arbeit neu verdienen. Vor seinem Comeback sprach Pestoni offen von vielen Gedanken und grosser Anspannung, weil er wusste, dass bei seiner Rückkehr besonders genau auf ihn geschaut werden würde.
Sportlich verlief das Comeback überzeugend. Tapola lobte Pestoni nach der Partie ausdrücklich für seine Ruhe, Effizienz und Bedeutung für die junge Mannschaft. Von "fitter denn je" kann ohne entsprechende Leistungsdaten zwar nicht gesprochen werden, klar ist aber: Pestoni hat hart an seiner körperlichen Verfassung gearbeitet und präsentierte sich bei seinem ersten Einsatz bereit für National-League-Tempo.
Der Donnerstag brachte die entscheidende Freigabe
Noch wenige Tage vor dem Spiel war offen, wann Pestoni wieder im Meisterschaftskader stehen würde. Der erfahrene Flügel hatte während der vergangenen Wochen intensiv trainiert und musste interne Fitnessvorgaben erfüllen.
Am Donnerstag folgte schliesslich der entscheidende Test. Pestoni bestand die physischen Prüfungen und erhielt damit die Freigabe für einen Einsatz.
Das war mehr als nur eine medizinische oder athletische Formalität. Unter Tapola gilt seit Saisonbeginn eine klare Leistungskultur. Namen und Verdienste aus der Vergangenheit garantieren keinen Stammplatz.
Genau deshalb war die Situation um Pestoni zuletzt immer stärker diskutiert worden. Nach dem 1:5 gegen die SCL Tigers war die Frage nach seiner Rolle bei Ambri nochmals deutlich lauter geworden.
Tapola lobt sein Comeback
In Freiburg nutzte Pestoni seine Chance sofort. Er spielte kontrolliert, suchte nicht krampfhaft die spektakuläre Aktion und fügte sich sauber in die Struktur der Leventiner ein.
Tapola sprach danach von einer aussergewöhnlich guten Rückkehr. Nach einer langen Pause in ein derart intensives Spiel einzusteigen, sei alles andere als einfach gewesen. Pestoni habe der Mannschaft Ruhe gegeben und sei insbesondere für die jungen Spieler wertvoll gewesen.
Pestoni selbst blieb nüchtern. Vor der Partie habe er viele Emotionen und Gedanken gehabt. Sein erstes Ziel sei gewesen, keine unnötigen Fehler zu machen und wieder Sicherheit in sein Spiel zu bekommen.
Im Verlauf der Partie habe er die Müdigkeit gespürt – allerdings gerade wegen des umfangreichen körperlichen Trainings der vergangenen Wochen.
Ambri gewinnt beim Meister
Auch das Resultat machte den Abend für Pestoni besonders. Ambri gewann in der BCF Arena mit 2:1 und reagierte damit auf zwei Heimniederlagen in Serie.
Miles Müller brachte die Leventiner im ersten Drittel in Führung. Nate Schnarr erhöhte kurz vor Schluss auf 2:0, ehe Jacob de la Rose für Gottéron nochmals verkürzte.
Ambri verteidigte den Vorsprung und nahm drei wichtige Punkte aus Freiburg mit.
Für Pestoni war es damit ein nahezu ideales Comeback: bestandener Test, erster Einsatz, gute persönliche Leistung und ein Sieg beim amtierenden Meister.
Jetzt beginnt die eigentliche Rückkehr
Entscheidend wird nun sein, wie Pestoni die Belastung der kommenden Wochen verkraftet. Ein erstes starkes Spiel ist ein wichtiger Schritt, ersetzt aber noch nicht den Rhythmus einer kompletten Meisterschaft.
Die nächste Gelegenheit erhält Ambri am Samstag zuhause gegen den SC Bern.
Für Pestoni beginnt damit nicht nur die Rückkehr in die National League. Er hat gleichzeitig gezeigt, dass er bereit ist, sich unter den neuen sportlichen Voraussetzungen erneut einen festen Platz zu erarbeiten.
- Donnerstag: Pestoni besteht die entscheidenden physischen Tests.
- Samstag: erster Meisterschaftseinsatz der Saison beim 2:1 in Freiburg.
- Tapolas Urteil: ruhiger, effizienter und wertvoller Auftritt nach langer Pause.
- Nächste Partie: Ambri empfängt am 10. Oktober den SC Bern.
| Team | Sp. | S | OT-S | SO-S | SO-N | OT-N | N | Tore | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. ZSC Lions | 8 | 7 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 34:18 | 23 |
| 2. Genève-Servette HC | 10 | 4 | 0 | 2 | 2 | 0 | 2 | 30:27 | 18 |
| 3. SCL Tigers | 9 | 4 | 0 | 1 | 0 | 1 | 3 | 34:29 | 15 |
| 4. HC Ambri-Piotta | 9 | 4 | 0 | 1 | 0 | 0 | 4 | 25:30 | 14 |
| 5. HC Ajoie | 9 | 2 | 2 | 1 | 1 | 1 | 2 | 28:27 | 14 |
| 6. Fribourg-Gottéron | 9 | 3 | 1 | 1 | 1 | 0 | 3 | 27:22 | 14 |
| 7. HC Davos | 9 | 4 | 0 | 0 | 1 | 0 | 4 | 24:24 | 13 |
| 8. Lausanne HC | 9 | 3 | 0 | 1 | 0 | 1 | 4 | 28:32 | 12 |
| 9. Rapperswil-Jona Lakers | 9 | 2 | 2 | 0 | 0 | 1 | 4 | 27:35 | 11 |
| 10. EV Zug | 6 | 3 | 0 | 0 | 0 | 1 | 2 | 22:14 | 10 |
| 11. EHC Biel-Bienne | 8 | 3 | 0 | 0 | 1 | 0 | 4 | 27:28 | 10 |
| 12. SC Bern | 7 | 2 | 0 | 0 | 1 | 2 | 2 | 21:23 | 9 |
| 13. HC Lugano | 7 | 2 | 1 | 0 | 0 | 0 | 4 | 26:26 | 8 |
| 14. EHC Kloten | 9 | 1 | 1 | 0 | 0 | 1 | 6 | 18:36 | 6 |
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert