Lugano schockt Genève-Servette – vier Tore im Startdrittel
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Genf Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Tessin Themen Vereine Ⳇ Verbreitung
Der HC Lugano meldet sich mit einem eindrücklichen Auswärtssieg zurück. Die Tessiner bezwingen Genève-Servette am Dienstag, 20. Oktober 2026, in Les Vernets mit 5:2 und erzielen bereits im Startdrittel vier Tore. Zach Sanford, Luca Fazzini, Jere Innala und Calvin Thürkauf sorgen früh für klare Verhältnisse. Für Genève ist es nach einer erfolgreichen Phase ein empfindlicher Rückschlag.
Sanford eröffnet das Skore in der sechsten Minute, ehe Fazzini, Innala und Thürkauf bis zur 17. Minute auf 4:0 erhöhen. Nick Shore erzielt im Mittelabschnitt den fünften Lugano-Treffer. Erst im Schlussdrittel kommen die Genfer durch Tim Bozon und Adam Boqvist zu zwei Toren. Die Gäste gewinnen das Schussduell mit 33:21 und bestimmen die Partie über weite Strecken.
Für Lugano ist der Erfolg nach den Niederlagen gegen Davos und Fribourg-Gottéron besonders wichtig. Die Mannschaft von Uwe Krupp reagiert mit einer konsequenten Offensivleistung und verbessert sich auf 18 Punkte. Genève-Servette bleibt trotz der Niederlage mit 24 Zählern auf Rang drei, muss aber weiterhin zahlreiche verletzte Spieler ersetzen.
Sanford und Fazzini eröffnen das Tessiner Torfestival
Die Gäste übernehmen in Genf nach einer kurzen Abtastphase die Kontrolle. In der sechsten Minute trifft Zach Sanford nach Vorarbeit von Luca Fazzini und Brian Zanetti zum 1:0.
Nur vier Minuten später tauschen Sanford und Fazzini die Rollen. Der Kanadier bereitet vor, Fazzini erhöht nach einem schnellen Gegenangriff auf 2:0.
Genève-Torhüter Stéphane Charlin erlebt einen schwierigen Abend. Die Tessiner nutzen ihre Chancen konsequent und setzen die Gastgeber mit hohem Tempo unter Druck.
Innala und Thürkauf erhöhen noch vor der Pause
In der 13. Minute profitiert Lugano von einer Überzahlsituation. Jere Innala trifft nach Zuspiel von Lassi Thomson und Nick Shore zum 3:0.
Die Gastgeber finden auch danach keine Antwort. Bereits in der 17. Minute erhöht Captain Calvin Thürkauf nach Vorarbeit von Enzo Guebey und Innala auf 4:0.
Nach diesem Treffer wird Charlin durch Joren van Pottelberghe ersetzt.
Damit ist die Begegnung nach nur zwanzig Minuten praktisch entschieden. Lugano hat vier seiner besten Möglichkeiten genutzt und eine komfortable Führung herausgespielt.
Nick Shore sorgt für das 5:0
Auch im Mitteldrittel behalten die Tessiner die Kontrolle. Genève versucht, mehr Druck aufzubauen, scheitert aber wiederholt an Torhüter Robert Mayer.
Der ehemalige Genfer zeigt bei seiner Rückkehr nach Les Vernets eine konzentrierte Leistung.
In der 36. Minute folgt der nächste Treffer: Nick Shore verwertet nach Vorarbeit von David Aebischer und Daniel Olsson zum 5:0.
Für Lugano ist es die Bestätigung einer starken Mannschaftsleistung. Die Gäste verteilen ihre Tore auf fünf verschiedene Spieler.
Genève kommt erst spät zu Treffern
Im letzten Abschnitt nimmt Lugano etwas Tempo aus der Partie. Die Gastgeber erhalten dadurch mehr Spielanteile.
In der 52. Minute gelingt Tim Bozon nach Zuspiel von Simon Le Coultre und Adam Boqvist das 1:5.
Wenige Sekunden vor der Schlusssirene trifft Boqvist nach Vorarbeit von Téo Dandois und Bozon zum 2:5-Endstand.
Für den Verteidiger ist es bereits der zweite Treffer in seinem zweiten Spiel für Genève-Servette.
Am ungefährdeten Lugano-Sieg ändern die beiden späten Tore nichts.
Genève fehlen zahlreiche Leistungsträger
Trainer Sam Hallam muss derzeit mit erheblichen Personalproblemen zurechtkommen.
Neun Spieler fehlen verletzungsbedingt. Zusätzlich ist Johnny Kneubuehler gesperrt. Besonders der Ausfall wichtiger Offensivspieler macht sich bemerkbar.
Trotzdem hatten die Genfer in den vergangenen Wochen zahlreiche Punkte gesammelt.
Gegen Lugano reichen die Kräfte jedoch nicht aus, um den frühen Rückstand wettzumachen.
Die Gastgeber verlieren vor allem in der Anfangsphase zu viele Zweikämpfe und kommen defensiv häufig einen Schritt zu spät.
Lugano reagiert auf das Debakel in Freiburg
Für die Tessiner ist der Sieg eine wichtige Antwort auf die vergangenen beiden Begegnungen.
Nach der 2:3-Heimniederlage gegen Davos folgte am Samstag ein deutliches 1:6 bei Fribourg-Gottéron.
Nun zeigt Lugano insbesondere im ersten Drittel ein völlig anderes Gesicht.
Allerdings müssen die Gäste einen weiteren personellen Rückschlag hinnehmen: Verteidiger Jesper Peltonen scheidet im Mittelabschnitt nach einem Zweikampf an der Bande aus.
Am Freitag empfängt Lugano den EHC Kloten. Genève-Servette reist zum HC Ajoie und hofft bis dahin auf die Rückkehr einiger verletzter Spieler.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert