Schweiz verliert gegen Finnland – Ambri-Stürmer Järventie trifft doppelt
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Europa Magazine nachrichtenticker.ch Nationalmannschaft News Orte Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft startet mit einer Niederlage in die Euro Hockey Tour 2026/27. Das Team von Jan Cadieux verliert am Donnerstagabend in Helsinki gegen Gastgeber Finnland mit 1:3 (0:1, 1:1, 0:1). Ausgerechnet Roby Järventie vom HC Ambri-Piotta wird mit zwei Toren zum Matchwinner. Den einzigen Schweizer Treffer erzielt SCB-Verteidiger Rodwin Dionicio.
158 Tage nach dem verlorenen WM-Final gegen Finnland gelingt der Schweiz auch beim Wiedersehen keine Revanche. Järventie bringt die Gastgeber in der 13. Minute in Führung, Axel Rindell erhöht im Mitteldrittel auf 2:0. Dionicio verkürzt nur drei Minuten später auf 1:2. Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung und mehreren guten Chancen im Schlussdrittel bleibt der Ausgleich aus. Järventie entscheidet die Begegnung 0,3 Sekunden vor der Schlusssirene.
Für die Schweizer Auswahl ist das erste Spiel der neuen Nationalmannschaftssaison zugleich ein wichtiger Test. Mit Dario Allenspach, Mats Alge, Keanu Derungs, Jamiro Reber und Maximilian Streule kommen fünf Debütanten zum Einsatz. Bereits am Samstag trifft die Schweiz auf Schweden. Am Sonntag folgt die Partie gegen Tschechien. Beide Begegnungen beginnen um 13.30 Uhr.
Finnland setzt die Schweiz früh unter Druck
Die Gastgeber übernehmen vor 7’087 Zuschauern in der Veikkaus Arena von Beginn an die Kontrolle.
Die Schweiz bekundet auf dem kleineren Eisfeld nach NHL-Massen zunächst Schwierigkeiten.
In der sechsten Minute erhält die Mannschaft von Jan Cadieux eine Überzahlgelegenheit. Dean Kukan scheitert jedoch an Finnlands Torhüter Kari Piiroinen.
Kurz darauf trifft Oliwer Kaski nur den Pfosten.
Järventie nutzt Schweizer Fehlpass
In der 13. Minute fällt der Führungstreffer.
Maximilian Streule spielt in der eigenen Zone einen riskanten Pass auf Dominik Egli. Dieser kann die Scheibe nicht kontrollieren.
Roby Järventie übernimmt und bezwingt Sandro Aeschlimann zum 1:0.
Der 24-jährige Stürmer des HC Ambri-Piotta bestätigt damit seine ausgezeichnete Form.
Bereits vor dem Turnier gehörte er zu den auffälligsten Offensivspielern der Schweizer Meisterschaft.
Die erstmalige Berufung Järventies ins finnische Nationalteam zahlt sich damit unmittelbar aus.
Dionicio erzielt sein erstes Länderspieltor
Im Mitteldrittel steigert sich die Schweiz deutlich.
Dennoch erhöht Finnland in der 31. Minute durch Axel Rindell auf 2:0. Der Verteidiger verwertet einen Abpraller.
Nur drei Minuten später folgt die Schweizer Antwort.
Denis Malgin spielt die Scheibe von hinter dem finnischen Tor in den Slot.
Rodwin Dionicio übernimmt direkt und trifft zum 1:2.
Für den 22-jährigen Verteidiger des SC Bern ist es der erste Treffer im Trikot der Schweizer A-Nationalmannschaft.
Der Anschlusstreffer bringt neue Energie in das Team von Cadieux.
Schweiz vergibt mehrere Ausgleichschancen
Im Schlussdrittel entwickelt sich eine ausgeglichene Begegnung.
Die Schweizer überstehen zunächst eine doppelte Unterzahl und kommen anschliessend selbst zu guten Möglichkeiten.
Philipp Kurashev verfehlt in der 54. Minute aus aussichtsreicher Position das Tor.
Christoph Bertschy und Sven Andrighetto erhalten ebenfalls Chancen zum Ausgleich.
Doch Finnlands Torhüter Piiroinen lässt keinen weiteren Gegentreffer zu.
Cadieux nimmt Aeschlimann bereits zweieinhalb Minuten vor Schluss vom Eis, um mit sechs Feldspielern den Ausgleich zu erzwingen.
Entscheidung drei Zehntelsekunden vor Schluss
Kurz vor Spielende erhält Dionicio wegen Beinstellens eine Zweiminutenstrafe.
Finnland nutzt die Überzahl.
Järventie trifft bei 59:59 Minuten zum 3:1 und macht seinen Doppelpack perfekt.
Damit wird der National-League-Topskorer zum entscheidenden Spieler gegen jene Nation, in deren Meisterschaft er seinen Lebensunterhalt verdient.
Die Schweiz verliert ihr erstes Länderspiel seit dem WM-Final 2026 erneut gegen Finnland.
Fünf Debütanten sammeln internationale Erfahrung
Neben dem Resultat steht für Cadieux die Entwicklung seines Kaders im Mittelpunkt.
Mit Allenspach, Alge, Derungs, Reber und Streule sammeln fünf Spieler erstmals Erfahrungen auf höchster Nationalmannschaftsstufe.
Gerade für die jungen Akteure bietet das Turnier die Möglichkeit, sich gegen international erfahrene Gegner zu bewähren.
Im nächsten Spiel gegen Schweden muss die Schweiz insbesondere ihre Anfangsphase verbessern und Chancen konsequenter verwerten.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert