Schweiz verspielt 2:0-Führung – dritte Niederlage in Helsinki

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft beendet die NOCCO Hockey Games in Helsinki mit der dritten Niederlage. Gegen Tschechien verliert das Team von Jan Cadieux am Sonntag mit 2:4 (2:0, 0:2, 0:2), obwohl die Schweiz nach einem überzeugenden Start bereits mit zwei Toren führt. Axel Simic und Jan Schwendeler treffen für die Nati. Im Schlussdrittel dreht Tschechien die Partie endgültig.

Die Schweizer erwischen einen ausgezeichneten Start. Simic erzielt in der neunten Minute das 1:0, Schwendeler erhöht kurz vor der ersten Pause auf 2:0. Doch Tschechien kämpft sich zurück: Michal Kunc verkürzt in der 26. Minute, Libor Zábranský gleicht in der 37. Minute aus. Ondřej Kovařčík bringt die Tschechen in der 51. Minute erstmals in Führung. Andrej Šustr trifft neun Sekunden vor Schluss ins leere Tor.

Damit verliert die Schweiz nach dem 1:3 gegen Finnland und dem 2:4 gegen Schweden auch das dritte Turnierspiel. Besonders enttäuschend: Erneut verspielt die Mannschaft eine Führung. Die junge Auswahl nimmt wichtige Erfahrungen mit, bleibt zum Auftakt der Euro Hockey Tour 2026/27 aber ohne Punkte.

SWISSHOCKEY.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: Tschechien – Schweiz 4:2 (0:2, 2:0, 2:0).
Schweizer Tore: Axel Simic (9.) und Jan Schwendeler (19.).
Entscheidung: Ondřej Kovařčík trifft in der 51. Minute zum 3:2.
Torhüter: Sandro Aeschlimann steht im Schweizer Tor.
Turnierbilanz: Drei Niederlagen, null Punkte, Torverhältnis 5:11.
Was das bedeutet
Die Schweiz verliert auch ihre zweite Partie in Helsinki nach einer zwischenzeitlichen Führung. Die defensive Stabilität und das Spiel über 60 Minuten bleiben wichtige Aufgaben. Beim Heimturnier im Dezember erhält Cadieux die nächste Gelegenheit, Fortschritte zu zeigen.

Simic und Schwendeler sorgen für Traumstart

Die Schweiz beginnt in der Veikkaus Arena aufmerksam und nutzt ihre Chancen konsequent. Bereits in der neunten Minute trifft Axel Simic nach Vorarbeit von Keanu Derungs und Maximilian Streule zum 1:0.

Der Stürmer von Lausanne HC schiesst von der linken Seite präzise in die entfernte Torecke.

Tschechien versucht sofort zu reagieren. Filip Chlapík und Michael Špaček kommen zu Möglichkeiten, doch Sandro Aeschlimann hält die Schweizer Führung fest.

In der 19. Minute erhöht Jan Schwendeler nach Zuspiel von Tino Kessler auf 2:0. Für den Verteidiger der ZSC Lions ist es das erste Tor in der A-Nationalmannschaft.

Tschechien übernimmt im Mitteldrittel

Nach der ersten Pause verändert sich das Spiel. Die Tschechen erhöhen das Tempo und setzen die Schweizer Verteidigung stärker unter Druck.

In der 26. Minute erzielt Michal Kunc nach Vorarbeit von Radovan Pavlík und Matteo Kočí den Anschlusstreffer.

Die Schweizer finden nun deutlich seltener den Weg in die gegnerische Zone. Zusätzlich erschweren Strafen gegen Maximilian Streule und Keanu Derungs den Spielaufbau.

In der 37. Minute folgt der Ausgleich. Verteidiger Libor Zábranský trifft nach Zuspiel von Marian Adámek und Kunc zum 2:2.

Damit ist der komfortable Schweizer Vorsprung innerhalb von zwölf Minuten aufgebraucht.

Kovařčík entscheidet das Duell

Das Schlussdrittel beginnt ausgeglichen. Beide Mannschaften suchen die Entscheidung, ohne zunächst grössere Risiken einzugehen.

In der 51. Minute gelingt Tschechien der entscheidende Treffer. Andrej Šustr spielt den Puck vor das Schweizer Tor. Jan Myšák kommt zum Abschluss, dessen Abpraller Ondřej Kovařčík zum 3:2 verwertet.

Die Schweiz erhält kurz darauf eine Überzahlgelegenheit, nachdem Radovan Pavlík wegen Haltens auf die Strafbank muss. Der Ausgleich gelingt jedoch nicht.

Cadieux nimmt Aeschlimann in den letzten Minuten zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Auch diese Massnahme bleibt erfolglos.

Neun Sekunden vor Schluss trifft Andrej Šustr ins verlassene Schweizer Tor zum 4:2-Endstand.

Drei Spiele zeigen dieselbe Schwäche

Die Schweizer Bilanz des Turniers fällt ernüchternd aus. Gegen Finnland fehlt beim 1:3 die offensive Durchschlagskraft. Gegen Schweden verspielt das Team eine 2:1-Führung, gegen Tschechien sogar einen Vorsprung von zwei Toren.

In beiden Begegnungen verliert die Schweiz nach der zweiten Pause entscheidend an Boden.

Positiv bleiben die Leistungen einzelner Nachwuchsspieler. Simic und Schwendeler erzielen gegen Tschechien ihre ersten Länderspieltore. Auch Derungs und Streule sammeln wichtige Erfahrungen auf internationalem Niveau.

Cadieux muss nun insbesondere an der defensiven Abstimmung, am Umgang mit gegnerischem Druck und an der Konstanz arbeiten.

Die nächste Station der Euro Hockey Tour folgt im Dezember. Vom 10. bis 13. Dezember empfängt die Schweiz Finnland, Schweden und Tschechien in der Swiss Life Arena in Zürich. Zum Auftakt trifft die Nati am 10. Dezember auf Schweden.

AKTUELLER STAND
NOCCO Hockey Games 2026 – Tabelle
8. November 2026 | Nach Tschechien–Schweiz, vor Finnland–Schweden
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. Schweden 2 +3 5
2. Finnland 2 +3 5
3. Tschechien 3 0 5
4. Schweiz 3 −6 0

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert