Novartis baut in Basel bis zu 130 Stellen ab – Biologika-Produktion wird eingestellt

Novartis plant am Standort Basel den Abbau von bis zu 130 Arbeitsplätzen. Hintergrund ist die geplante Einstellung einer kleinvolumigen Produktion von Biologika bis Ende 2027. Die dort ausgeführten Produktionsaufgaben sollen künftig von anderen Novartis-Standorten weltweit übernommen werden.

Der Basler Pharmakonzern gab die geplanten Veränderungen am Mittwoch bekannt. Betroffen ist der Standort im Kleinbasel. Gleichzeitig will Novartis verschiedene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von dort auf den Novartis Campus auf der anderen Rheinseite verlagern.

Die Massnahmen stehen noch unter dem Vorbehalt des gesetzlich vorgesehenen Informations- und Konsultationsverfahrens.

Produktion soll bis Ende 2027 enden

Konkret geht es um eine kleinvolumige Produktion biologischer Arzneimittel. Diese soll nach den derzeitigen Plänen bis Ende 2027 eingestellt werden.

Die entsprechenden Aufgaben sollen anschliessend von anderen Biologika-Produktionsstandorten des Konzerns übernommen werden. Novartis verfügt weltweit über ein Netzwerk von Produktionsanlagen für biologische Medikamente.

Als einen Hintergrund für die Neuorganisation nennt der Konzern auslaufende Mietverträge im Kleinbasel. Die Veränderungen betreffen allerdings nicht sämtliche dort angesiedelten Tätigkeiten.

Mehrere Bereiche sollen innerhalb Basels verlagert werden. Dazu gehören Labore für biologische Zellbanken, analytische Testverfahren sowie technische Entwicklungsaktivitäten. Sie sollen künftig auf dem Novartis Campus konzentriert werden.

Bis zu 130 Arbeitsplätze betroffen

Durch die geplante Aufgabe der Produktion könnten bis zu 130 Stellen wegfallen. Wie viele Kündigungen tatsächlich ausgesprochen werden müssen, steht derzeit noch nicht endgültig fest.

Zunächst läuft der Informations- und Konsultationsprozess. Dabei können Mitarbeitende und Arbeitnehmervertretungen Vorschläge einbringen, mit denen Kündigungen verhindert oder deren Folgen reduziert werden könnten.

Novartis erklärte, betroffene Beschäftigte mit verschiedenen Massnahmen unterstützen zu wollen. Dazu gehört nach Angaben des Konzerns auch ein langfristig angelegter Sozialplan.

Stellenabbau ist für Novartis in der Schweiz kein neues Thema. Bereits 2022 hatte ein deutlich grösserer geplanter Stellenabbau bei Novartis eine breite Diskussion über die Bedeutung von Pharma-Arbeitsplätzen für den Standort Schweiz ausgelöst.

Gleichzeitig investiert Novartis in Basel

Der aktuelle Abbau bedeutet nicht, dass sich Novartis aus der Entwicklung biologischer Medikamente in Basel zurückzieht. Parallel zur Verlagerung baut der Pharmakonzern auf seinem Campus ein neues Zentrum für die technische Entwicklung von Biologika auf.

Dieses soll das bereits vorhandene Forschungszentrum für biologische Arzneimittel ergänzen. Forschung und technische Entwicklung werden damit stärker an einem Standort gebündelt, während die betroffene kleinvolumige Produktion aus Basel verschwindet.

Für die bis zu 130 betroffenen Arbeitsplätze ist die Situation dennoch einschneidend. Erst nach Abschluss des Konsultationsverfahrens dürfte endgültig feststehen, wie viele Stellen tatsächlich abgebaut werden und ob ein Teil der Beschäftigten innerhalb des Konzerns eine andere Aufgabe übernehmen kann.

Die geplante Einstellung der Produktion soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
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