Ferrari-Schock in Monza: Leclerc crasht in Runde 2 aus
von belmedia Redaktion Europa Magazine Motorsport nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Charles Leclerc ist beim Heimrennen von Ferrari in Monza bereits in der zweiten Runde ausgeschieden. Der Monegasse verlor seinen Ferrari am Ausgang der schnellen Parabolica und schlug heftig in die Streckenbegrenzung ein. Leclerc konnte das Auto selbstständig verlassen, das Rennen wurde wegen des Unfalls mit der roten Flagge unterbrochen.
Für Ferrari ist der Ausfall beim Grossen Preis von Italien besonders bitter. Leclerc war nach der Strafe gegen Oscar Piastri vom dritten Startplatz ins Rennen gegangen und hatte vor den zahlreichen Tifosi auf ein Spitzenresultat gehofft.
Doch bereits nach wenigen Kilometern war sein Heimrennen beendet.
Leclerc verliert Ferrari in der Parabolica
Der Unfall ereignete sich am Ende der zweiten Runde.
Leclerc kämpfte zu diesem Zeitpunkt mit McLaren-Pilot Oscar Piastri um die Position. In der schnellen Rechtskurve Parabolica brach plötzlich das Heck seines Ferrari aus.
Der 28-Jährige konnte den Wagen nicht mehr abfangen.
Leclerc drehte sich mit hoher Geschwindigkeit von der Strecke und schlug auf der Aussenseite in die Streckenbegrenzung ein.
Der Aufprall war heftig. Das Auto wurde stark beschädigt und blieb neben der Strecke stehen.
Leclerc konnte das Cockpit jedoch aus eigener Kraft verlassen.
Zunächst schickte die Rennleitung das Safety Car auf die Strecke. Wenig später wurde entschieden, das Rennen mit der roten Flagge komplett zu unterbrechen, damit die beschädigten Barrieren repariert werden konnten.
Ferrari-Hoffnungen nach zwei Runden zerstört
Für Ferrari hätte der Zeitpunkt kaum bitterer sein können.
Monza ist das wichtigste Heimrennen der Scuderia. Zehntausende Ferrari-Fans reisen jedes Jahr zum sogenannten Temple of Speed und verwandeln die Tribünen in ein rotes Meer.
Leclerc gehörte nach den Trainings zu den Hoffnungsträgern.
Am Freitag hatte er das erste freie Training angeführt. Im zweiten Training belegte er hinter George Russell den zweiten Rang und bestätigte damit, dass Ferrari auf dem Hochgeschwindigkeitskurs konkurrenzfähig ist.
Im Qualifying reichte es zunächst für Rang 4.
Weil Oscar Piastri nachträglich wegen Behinderung eines Konkurrenten um drei Startplätze zurückversetzt wurde, rückte Leclerc für das Rennen auf Position 3 vor.
Damit schien sogar ein Podestplatz möglich.
Nach zwei Runden war diese Hoffnung vorbei.
Kampf mit Piastri endet im Aus
Nach dem Start hatte sich die Reihenfolge an der Spitze bereits verändert.
Pierre Gasly verteidigte zunächst seine überraschende Pole-Position vor George Russell.
Leclerc befand sich dahinter mitten im Kampf um die vorderen Positionen. Besonders Piastri setzte den Ferrari unter Druck.
In der zweiten Runde verteidigte Leclerc seine Position gegen den McLaren.
Dann folgte der Kontrollverlust in der Parabolica.
Die Bilder erinnerten an die enorme Herausforderung, die Monza den Fahrern trotz seiner scheinbar einfachen Streckenführung stellt. Auf den langen Geraden werden extrem hohe Geschwindigkeiten erreicht, gleichzeitig verlangen schnelle Kurven wie die Parabolica ein besonders stabiles Auto.
Bereits ein kleiner Fehler kann entsprechend grosse Folgen haben.
Monza-Wochenende hatte für Ferrari vielversprechend begonnen
Der Ausfall ist für Leclerc umso bitterer, weil Ferrari über das gesamte Wochenende konkurrenzfähig wirkte.
Schon am Freitag hatte die Scuderia mit starken Zeiten aufhorchen lassen.
Mehr zum Auftakt des Rennwochenendes und den technischen Besonderheiten von Monza gibt es im Beitrag Formel 1: Monza startet – Audi aus Hinwil rüstet nach.
Leclerc hatte damals mit der Bestzeit im ersten Training für Begeisterung bei den Ferrari-Fans gesorgt.
Auch am Samstag blieb der Monegasse im Kampf um die vorderen Startplätze.
Nun endete sein Grand Prix ausgerechnet vor heimischem Publikum nach nur zwei Runden.
Hamilton bleibt Ferraris einzige Hoffnung
Nach Leclercs Unfall ruhten Ferraris Hoffnungen im weiteren Rennverlauf vollständig auf Lewis Hamilton.
Der siebenfache Weltmeister war ebenfalls aus den ersten beiden Startreihen ins Rennen gegangen, verlor jedoch bereits beim Start mehrere Positionen.
Für Ferrari entwickelte sich der Heim-Grand-Prix damit innerhalb kürzester Zeit völlig anders als erhofft.
Die wichtigste Nachricht nach Leclercs heftigen Einschlag war zunächst jedoch, dass der Ferrari-Pilot das beschädigte Auto selbstständig verlassen konnte.
Sportlich ist der Italien-GP für ihn dagegen bereits vorbei.
Nach einem vielversprechenden Wochenende und Startplatz 3 endet Charles Leclercs Heimrennen in Monza mit einem spektakulären Ausfall bereits in Runde 2.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert