Mob setzt Auto und Container in Brand: Polizei mit Raketen, Steinen und Flaschen attackiert

(Zürich ZH). In der Nacht vom Samstag, 31. Oktober 2026, auf Sonntag, 1. November 2026, kam es zu Ausschreitungen rund um die Langstrasse im Kreis 4.

Ein gewaltbereiter Mob setzte Gegenstände in Brand und griff die Einsatzkräfte mit Feuerwerk, Steinen und Flaschen an. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Reizstoff und Gummischrot ein.

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zeitpunkt: Halloween-Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November 2026.
  • Ort: Langstrasse und weitere Strassen im Zürcher Kreis 4.
  • Beteiligte: Mehrere hundert Personen versammelten sich gegen 22.30 Uhr.
  • Angriffe: Einsatzkräfte wurden massiv mit Pyrotechnik, Steinen und Flaschen beworfen.
  • Brände: Container, E-Bikes, E-Trottis und ein Auto wurden angezündet.
  • Sachbeschädigungen: Scheiben einer VBZ-Haltestelle und von Geschäften wurden beschädigt.
  • Polizeieinsatz: Wasserwerfer, Reizgas und Gummischrot eingesetzt.
  • Rettung behindert: Ein angegriffener Streifenwagen musste sich zurückziehen, bevor einem verletzten Teenager geholfen werden konnte.
  • Unterstützung: Berufsfeuerwehr und Kantonspolizei Zürich im Einsatz.
  • Beruhigung: Gegen 1.30 Uhr.
  • Ermittlungen: Sachschaden noch nicht beziffert; Stadtpolizei Zürich ermittelt.

Hunderte Personen versammeln sich an der Langstrasse

Nach den Ereignissen in Frankreich in den letzten Tagen und Wochen erfolgten für Samstagabend, 31. Oktober 2026, in den sozialen Medien und auf einschlägigen Internetportalen Aufrufe zu Besammlungen, Protesten und Aktionen im Kreis 4.

Gegen 22.30 Uhr besammelten sich mehrere hundert Personen bei der Piazza Cella an der Langstrasse und mischten sich unter die Partygänger. Sie waren zum Teil vermummt, trugen Schutzbrillen oder waren im Halloweenstil gekleidet.

Container, E-Bikes und ein Auto in Brand gesetzt

Wiederholt wurden diverse pyrotechnische Gegenstände gezündet. Gegen 23 Uhr zogen die Personen zunächst auf der Langstrasse in Richtung Helvetiaplatz. Im Bereich Lang- und Stauffacherstrasse wurden in der Folge Container auf die Fahrbahn gebracht und in Brand gesetzt. Die Stadtpolizei setzte daraufhin Wasserwerfer ein und drängte den Mob zurück. In der Folge teilte sich dieser in diverse Gruppen auf, die durch den Kreis 4 zogen. An verschiedenen Orten wurden immer wieder Container und auch E-Bikes und E-Trottis angezündet.

An der Zwinglistrasse setzte der Mob ein Auto in Brand. Zudem wurden Scheiben der VBZ-Haltestelle Stauffacher und von Geschäften in der Nähe des Helvetiaplatzes beschädigt. Die Einsatzkräfte wurden immer wieder massiv mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen angegriffen. Die Polizei setzte ihrerseits Wasserwerfer, Reizgas und Gummischrot gegen die Randalierer ein. Die Einsätze wurden durch zahlreiche Gaffer erschwert.

Die Berufsfeuerwehr von Schutz & Rettung Zürich wurde zum Löschen der verschiedenen Brände beigezogen.

Mob greift Polizeipatrouille bei medizinischem Notfall an

Kurz nach Mitternacht wurde eine Streifenwagenpatrouille, die zu einem medizinischen Notfall an der Brauerstrasse gerufen wurde, von einem Mob angegriffen. Dabei wurde der Streifenwagen beschädigt und die Polizisten mussten sich zurückziehen, ehe einem Teenager geholfen werden konnte, der sich bei einem Unfall erhebliche Beinverletzungen zugezogen hatte.

Situation beruhigt sich gegen 1.30 Uhr

Gegen 1.30 Uhr beruhigte sich die Situation. Die Kantonspolizei Zürich unterstützte die Stadtpolizei Zürich bei ihrem Einsatz.

Der angerichtete Sachschaden kann noch nicht beziffert werden. Die Stadtpolizei Zürich hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

Quelle: Stadtpolizei Zürich
Bildquelle: Symbolbild © Stadtpolizei Zürich


Polizei.news informiert | Sicherheit bei Ausschreitungen

Gewalt auf der Strasse: Wie sich Unbeteiligte bei Ausschreitungen schützen können

Wenn in einer Menschenmenge Gegenstände geworfen, Feuerwerkskörper gezündet oder Barrikaden angezündet werden, können auch unbeteiligte Passanten in Gefahr geraten. Besonders in engen Strassen und stark besuchten Ausgangsvierteln ist es wichtig, frühzeitig Abstand zu gewinnen und Rettungswege freizuhalten.

1. Warnsignale erkennen und Abstand schaffen

Geworfene Flaschen, brennende Gegenstände, Explosionen von Pyrotechnik oder plötzlich flüchtende Menschen sind deutliche Hinweise auf eine gefährliche Situation.

Entfernen Sie sich möglichst frühzeitig und ruhig vom Gefahrenbereich. Meiden Sie enge Durchgänge, brennende Gegenstände und Ansammlungen aggressiver Personen. Beobachten oder filmen Sie das Geschehen nicht aus unmittelbarer Nähe.

2. Feuerwehr und Sanität brauchen freie Zufahrten

Brennende Container und abgestellte Fahrzeuge können Strassen blockieren. Dadurch wird nicht nur die Brandbekämpfung erschwert. Auch Rettungswagen erreichen Verletzte möglicherweise später.

Halten Sie Zufahrten und Durchgänge frei. Folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte und versuchen Sie nicht, Absperrungen zu umgehen. Wenn Sie einen Brand oder eine verletzte Person entdecken, alarmieren Sie die zuständige Notrufstelle, statt sich selbst zu gefährden.

3. Pyrotechnik, Brände und geworfene Gegenstände

Feuerwerkskörper können schwere Verbrennungen, Augenverletzungen und Gehörschäden verursachen. Auch Glasscherben und Steine stellen eine erhebliche Verletzungsgefahr dar.

Nähern Sie sich keinen brennenden Gegenständen. Bei dichter Rauchentwicklung sollten Sie sich möglichst von der Rauchquelle entfernen und rauchfreie Bereiche aufsuchen.

Besteht akute Gefahr durch Gewalt oder Brände, ziehen Sie sich an einen sicheren Ort zurück und informieren Sie die Polizei beziehungsweise die Feuerwehr.

4. Verhalten bei einem medizinischen Notfall

Wer eine verletzte Person entdeckt, sollte zunächst die eigene Sicherheit prüfen. Befindet sich die Person mitten in einer gewalttätigen Auseinandersetzung, darf ein unüberlegter Rettungsversuch nicht zu weiteren Verletzten führen.

Sanität alarmieren: Bei schweren Verletzungen wählen Sie 144 und geben Sie den genauen Standort sowie mögliche Gefahren an.

Ist die Umgebung sicher, können Sie nach Ihren Fähigkeiten Erste Hilfe leisten. Befolgen Sie dabei die Anweisungen der Sanitätsnotrufzentrale. Stark verletzte Personen sollten nur bewegt werden, wenn eine unmittelbare Gefahr dies erforderlich macht.

Gut zu wissen: Bei grossen Polizeieinsätzen können sich Absperrungen und sichere Wege rasch ändern. Entscheidend sind deshalb immer die aktuellen Anweisungen der Behörden vor Ort.

Praktischer Tipp: Vereinbaren Sie bei einem Ausgang mit Freunden einen Treffpunkt ausserhalb stark frequentierter Strassen. Bei einem Zwischenfall können Sie sich so wiederfinden, ohne in den Gefahrenbereich zurückzukehren.

Wichtige Notrufnummern: Polizei 117, Feuerwehr 118 und Sanität 144. Der internationale Notruf 112 funktioniert ebenfalls in der Schweiz.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion