Herbst in Rheinhessen: Der Rheinterrassenweg verbindet Weinorte, Kultur und Genuss
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Ein Meer aus Rebstöcken, deren Blätter in der Sonne in allen Farben leuchten: Im Herbst tauchen Wanderer in Rheinhessen in eine bunte Landschaft ein. Deutschlands grösste Weinbauregion ist ein ideales Ziel für diese Jahreszeit, das gilt besonders für den Rheinterrassenweg zwischen Worms und Mainz.
Er schlängelt sich auf insgesamt 75 Kilometern und sechs Etappen von einem Weindorf zum anderen. Zwölf Bahnhöfe auf der Strecke sorgen dafür, dass Genusswanderer sich bequem einzelne Etappen vornehmen und mit der Bahn zurückfahren können. Bequem ist der Rheinterrassenweg auch deshalb, weil er überwiegend auf befestigten Wegen verläuft, kaum Steigungen hat und gut ausgeschildert ist.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Reiseziel: Rheinterrassenweg zwischen Worms und Mainz in Rheinhessen.
- Wanderstrecke: 75 Kilometer auf sechs Etappen durch Deutschlands grösste Weinbauregion.
- Anreise und Mobilität: Zwölf Bahnhöfe ermöglichen die flexible Etappenplanung und Rückfahrt mit der Bahn.
- Wegbeschaffenheit: Überwiegend befestigte, gut ausgeschilderte Wege mit wenigen Steigungen.
- Kulturelle Höhepunkte: Kaiserdome, Museen, jüdisches Erbe in Worms und die Katharinenkirche in Oppenheim.
- Naturerlebnisse: Bunte Weinberge, der Rote Hang bei Nierstein und die Hohlwege bei Mettenheim und Alsheim.
- Regionale Kulinarik: Weinstuben, Gutsschänken und Strausswirtschaften mit Spundekäs, Handkäs und Winzersteak.
Die Höhepunkte des RheinTerrassenWegs
Der Weg begeistert v.a. Streckenwanderer, die sich gerne von eindrucksvoller Architektur und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten zum Abstecher verleiten lassen. Als Kontrast zur Beschaulichkeit des Wegs sei ein Besuch der Städte Mainz oder Worms empfohlen. Die mächtigen Kaiserdome und eine Vielzahl von Museen laden zum Staunen und Verweilen ein. Während Mainz mit seiner schönen Altstadt, den urigen Weinstuben und natürlich Johannes Gutenberg punktet, sind es in Worms das herausragende jüdische Erbe mit dem „Heiligen Sand“, Europas ältestem jüdischen Friedhof, und die grossen Fussstapfen von Martin Luther, die einen Besuch der Nibelungenstadt zu einem kulturell besonderen Erlebnis machen.
Über dem Weinstädtchen Oppenheim thront die Katharinenkirche, die bedeutendste gotische Kirche am Rhein zwischen Köln und Strassburg. Sie wurde zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert in mehreren Bauphasen errichtet. Seither zeugt die Kirche von einer bewegten Geschichte. Sie ist vor allem wegen ihrer Fenster berühmt. Die bedeutendsten sind die beiden Fenster in der Südfassade, das „Lilienfenster” und die „Oppenheimer Rose“. Deren Glas ist zum überwiegenden Teil noch aus dem 14. Jahrhundert erhalten.
Bei Nierstein streift der Weg den Roten Hang, Steillagen in Nierstein und Nackenheim, unmittelbar am Rhein, benannt nach der Bodenart, die schon von weither rot schimmert. Hier finden sich einige der berühmtesten Weinlagen Deutschlands, mit schönster Aussicht auf den Rhein.
Im Süden locken die tief eingeschnittenen Hohlwege bei Mettenheim und Alsheim. Eine faszinierende Lebensgemeinschaft von Tieren und Pflanzen zwischen Meterhohen Lösswänden.
Weinstuben verleiten zu einem Abstecher
Wanderer geniessen unterwegs die Ausblicke auf Weinberge und eine weite Landschaft: Ob hoch überm Strom am Niersteiner Roten Hang oder im Wonnegau bei Worms – immer leitet der Weg sie vorbei an Rebstöcken, die auf charakteristischem Terroir gedeihen. Was dabei herauskommt, können sie in einer der zahlreichen Weinstuben probieren, die unterwegs zu einem Abstecher verleiten. Auch die Weingüter laden in ihren Gutsschänken und Strausswirtschaften zu regionalen Genüssen ein und servieren Spundekäs, Handkäs, Winzersteak und andere Spezialitäten.
Quelle: Rheinhessen Touristik
Bildquelle: Dominik Ketz