SC Bern: Marc Marchon vorsorglich für ein Spiel gesperrt
von belmedia Redaktion Allgemein Bern Eishockey Graubünden Magazine nachrichtenticker.ch National League News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Vereine Ⳇ Verbreitung
Der SC Bern muss vorerst auf Marc Marchon verzichten. Gegen den 31-jährigen Schweizer Stürmer wurde wegen eines möglichen Checks gegen den Kopf- und Nackenbereich von Brendan Lemieux ein ordentliches Disziplinarverfahren eröffnet. Marchon ist vorsorglich für ein Meisterschaftsspiel gesperrt und fehlt damit am Sonntag gegen den HC Lugano.
Der Vorfall ereignete sich am Freitag, 23. Oktober 2026, beim 4:1-Auswärtssieg der Berner gegen den HC Davos. Marchon war zuvor am Berner Führungstreffer beteiligt gewesen. Die Disziplinarinstanzen der National League untersuchen nun den Kontakt mit Davos-Stürmer Lemieux.
Für den SCB kommt die Sperre zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Nach dem überzeugenden Erfolg in Davos wollen die Berner ihre positive Entwicklung fortsetzen. Bereits am Sonntag um 14 Uhr wartet in der PostFinance Arena mit dem HC Lugano der nächste Gegner.
Marchon nach Check gegen Lemieux im Fokus
Der Vorfall zwischen Marc Marchon und Brendan Lemieux beschäftigt die Disziplinarverantwortlichen der National League.
Der Berner Stürmer soll seinen Davoser Gegenspieler bei einem Check am Kopf- und Nackenbereich getroffen haben. Die Aktion wurde während der Begegnung nicht als Check gegen den Kopf geahndet.
Nach der Überprüfung der Szene eröffneten die zuständigen Instanzen ein ordentliches Verfahren. Gleichzeitig ordneten sie eine vorsorgliche Sperre von einem Meisterschaftsspiel an.
Die National League will damit den Vorfall eingehend beurteilen. Bei Kontakten gegen den Kopf spielt insbesondere eine Rolle, wie der Check ausgeführt wurde und ob der Kontakt vermeidbar gewesen wäre.
Marchon bereitet Führung gegen Davos vor
Sportlich hatte Marchon beim 4:1-Auswärtssieg in Davos zunächst einen wichtigen Beitrag geleistet.
In der 31. Minute bereitete er gemeinsam mit Rodwin Dionicio den Powerplay-Treffer von Waltteri Merelä zum 1:0 vor.
Joel Grossniklaus erhöhte sechs Minuten später auf 2:0. Im Schlussdrittel entschieden Alain Graf und Nils Rhyn die Begegnung mit zwei Toren innerhalb von 20 Sekunden.
Ausgerechnet Brendan Lemieux, der nun im Mittelpunkt des Disziplinarverfahrens steht, erzielte in der 56. Minute den einzigen Davoser Treffer.
SC Bern verliert körperbetonten Stürmer
Marchon gehört seit der Saison 2024/25 zum SC Bern. Zuvor spielte der Schweizer mehrere Jahre für den EHC Kloten.
Der 31-Jährige zeichnet sich durch intensives Forechecking, konsequente Zweikampfführung und eine körperbetonte Spielweise aus.
In der vergangenen Qualifikation bestritt Marchon 50 Spiele und erzielte sechs Tore sowie 17 Assists. Damit gehört er zu den erfahrenen Schweizer Angreifern im Berner Kader.
Für Trainer Serge Aubin fällt damit eine Option weg, die sowohl in offensiven Kombinationen als auch im körperlich intensiven Spiel eingesetzt werden kann.
Gegen Lugano wartet die nächste Herausforderung
Der SC Bern steht nach 13 Meisterschaftsspielen mit 23 Punkten auf Tabellenrang fünf.
Der Sieg in Davos war nach der jüngsten Derby-Niederlage gegen die SCL Tigers eine wichtige Reaktion. Die Berner möchten nun auch vor eigenem Publikum nachlegen.
Der HC Lugano reist allerdings ebenfalls mit dringendem Punktebedarf an. Die Tessiner verloren am Freitag zu Hause gegen Kloten und belegen mit 18 Punkten Rang elf.
Das Spiel beginnt am Sonntag um 14 Uhr in der PostFinance Arena. Bereits am Dienstag, 27. Oktober, empfängt Bern die ZSC Lions.
Bis dahin könnte auch Klarheit über die weiteren disziplinarischen Konsequenzen für Marchon bestehen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert