Weltmeisterschaft

Reusser verteidigt WM-Gold – Küng greift in Montréal an

Die Strassen-Weltmeisterschaft in Montréal beginnt am Sonntag gleich mit zwei grossen Schweizer Hoffnungen. Marlen Reusser verteidigt im Einzelzeitfahren der Frauen ihr Regenbogentrikot, wenige Stunden später greift Stefan Küng bei den Männern an. Beide Elite-Rennen führen über denselben 39,2 Kilometer langen Kurs durch die kanadische Metropole. Reusser startet in ausgezeichneter Form in die Titelverteidigung. Die 34-jährige Bernerin gewann am Mittwoch das Chrono Féminin de Gatineau über 20,4 Kilometer mit 43 Sekunden Vorsprung und absolvierte damit eine erfolgreiche Generalprobe. Das Frauen-Zeitfahren beginnt am Sonntag um 9.00 Uhr Ortszeit beziehungsweise 15.00 Uhr Schweizer Zeit. Bei den Männern richtet sich der Schweizer Fokus vor allem auf Küng. Der Thurgauer gewann vor gut einer Woche das Vuelta-Zeitfahren in Jerez und verliess die Spanien-Rundfahrt danach planmässig, um sich vollständig auf die WM vorzubereiten. Über seine gezielte Vorbereitung hatten wir bereits berichtet: Küng richtet nach seinem Vuelta-Sieg den Fokus auf die WM.

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Bissegger trotz Schambeinbruch im Schweizer WM-Aufgebot

Stefan Bissegger steht trotz seines Schambeinbruchs im Schweizer Aufgebot für die Strassen-WM in Montreal. Swiss Cycling hat den Thurgauer sowohl für das Einzelzeitfahren als auch für das Strassenrennen nominiert. Bei den Frauen führt Titelverteidigerin Marlen Reusser das 24-köpfige Schweizer Team an. Swiss Cycling veröffentlichte das definitive Aufgebot am Mittwoch. Die Weltmeisterschaften finden vom 20. bis 27. September in Montreal statt und gehören zu den wichtigsten Saisonhöhepunkten für die Schweizer Strassenfahrerinnen und Strassenfahrer. Besonders bemerkenswert ist die Nomination von Bissegger. Der Zeitfahrspezialist hatte sich Anfang August bei einem Sturz an der Polen-Rundfahrt einen Schambeinbruch zugezogen und musste seither eine mehrwöchige Rennpause einlegen.

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WM-Bronze trotz Team-Aus – Nicole Koller wartet weiter auf ihren Lohn

Nicole Koller erlebt eine der schwierigsten und gleichzeitig erfolgreichsten Phasen ihrer Karriere. Während bei ihrem Rennstall Lapierre PXR Racing wegen massiver finanzieller Probleme Schluss ist und Lohnzahlungen seit längerem ausstehen, fuhr die 29-jährige Schweizerin bei der Mountainbike-WM in Val di Sole zu Bronze im Cross-Country. Nun sucht Koller mitten in der laufenden Saison einen neuen Arbeitgeber. Sportlich könnte die Situation kaum besser sein. Koller wurde im Juli erstmals Schweizer Meisterin, holte Ende August ihre erste Elite-WM-Medaille im olympischen Cross-Country und bestätigte ihre Form wenige Tage später mit Rang zwei beim Swiss Bike Cup in Huttwil. Abseits der Strecke herrscht dagegen grosse Unsicherheit. Ihr ursprünglich bis 2028 angelegtes Engagement bei Lapierre ist praktisch zusammengebrochen, während Koller weiterhin auf Klarheit über ausstehende Zahlungen und ihre vertragliche Zukunft wartet.

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